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14.02.2004: Vor 23 Jahren gleicht Uli Bittcher kurz vor dem Ende gegen die Bayern aus

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"Kilometer-Fresser", "Mittelfeldmotor", "Energiebündel": Ulrich Bittcher wurde während seiner Karriere als Fußball-Profi mit einigen Bezeichnungen versehen. Der Mann mit der hohen Stirn und den wehenden Haare, der am 14. Februar 1981 120 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 2:2 gegen Bayern München erzielte, trug elf Jahre lang das Trikot der Königsblauen und musste anschließend mit einem weniger schmeichelhaften Etikett leben.

Bittcher, den die Fans im Stadion mit einem langgezogenen "Uliiiiiiii" huldigte, wurde 1983 in ihren Augen zum "Judas". Sein Wechsel zu Borussia Dortmund brachte das Blut aller Knappen in Wallung. Der Spieler hingegen sah den Transfer nüchtern. "Als Schalke in dem Jahr zum zweiten Mal abstieg, wollte ich in der Bundesliga spielen", erklärte Bittcher nach seinem Karriere-Ende. "Immerhin brachte ich auch eine stattliche Ablösesumme von rund 700.000 Mark."

Die Enttäuschung der Anhänger saß trotzdem tief, verkörperte doch Bittcher die Tugenden, die den Verein ausmachen. Aufgeben war ein Fremdwort für den Mittelfeldmann, der über eine unglaubliche Kondition verfügte. "Ich wiege bei 1,76 m nur 67 kg. Da läuft es sich einfacher." Darüber hinaus war Bittcher in Gelsenkirchen geboren und trug bereits als 14-Jähriger das Trikot der Knappen.

"Uli gehört zu den Spielern, die sich durchboxen", wusste Entdecker Günter Siebert bereits zu Beginn von Bittchers Laufbahn. "Er hat jenen Schuss Kaltschnäuzigkeit, den ein Profi unbedingt benötigt." Zudem bewies er schon als Jugendlicher Führungsqualitäten. Mit ihm als Mittelfeldstrategen wurde die A-Jugend erst Deutscher Vizemeister (1975) und ein Jahr später gewann sie dann das Finale mit 5:1 gegen RW Essen.

Der erste Einsatz in der ersten Mannschaft war nur eine Frage der Zeit. Am 20. März 1976 ging der Traum in Erfüllung. Der damals 18-Jährige gab sein Debüt beim 1:4 gegen Eintracht Braunschweig. In den folgenden Jahr entwickelte sich Uli Bittcher zu einem unverzichtbaren Element der Mannschaft. Ohne groß im Rampenlicht zu stehen mauserte er sich zu einem aufgezeichneten Bundesligaspieler, der sogar zwei Einsätze für die B-Nationalmannschaft bestritt.

1986 begann jedoch die Leidenszeit des gelernten Industrie-Kaufmanns. Im Dress der Borussia musste er sich einer Knie-Operation unterziehen und versäumte so die komplette Hinrunde der Spielzeit 86/87. Am 14. März versuchte Bittcher noch einmal eine Comeback in der Bundesliga, zwei Wochen danach war Schluss. Ein Trainingsunfall, die Quadrizeps-Sehne riss, machte ihn zum Sportinvaliden. Seine Bilanz: 252 Ligaspiele und 22 Tore.

FC Schalke 04 - Bayern München 2:2 (1:0)

Schalke: Nigbur, J. Täuber (85. Siewert), Dzoni, Thiele, Bittcher, Drexler, Danner (77. Szymanek), Jara, Opitz, Fischer, Elgert

Bayern: Müller, Horsmann, Weiner, Dremmler, Augenthaler, Niedermayer, Kraus, Dürnberger (46. Del'Haye), Breitner, Janzon (72. Röber), Rummenigge

Tore: 1:0 Fischer (4.), 1:1 Kraus (50.), 1:2 Rummenigge (66.), 2:2 Bittcher (88.)

Zuschauer: 70.600
Schiedsrichter: Luca (Völklingen

       
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