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26.02.2004: Vor 38 Jahren gab es ein schmerzhaftes Schalker Wiedersehen mit Libuda
Ausgerechnet "Li-bu-da": Im Sommer 1965 verließ Reinhard "Stan" Libuda Gelsenkirchen und schloss sich Borussia Dortmund an. Am 26. Februar gab es zum ersten Mal ein Wiedersehen. Eine Zusammenkunft, an die besonders die Anhänger der Blau-Weißen ungern zurückdenken: Bei den Schwarz-Gelben gingen die Schalker mit 0:7 unter.
Die Zielsetzungen der beiden Vereine in der Saison hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während die Borussen als Pokalsieger von 1965 den vierten Meistertitel im Visier hatte und mit Held-Libuda-Emmerich über ein exzellentes Angriffs-Trio verfügte, war das Bestreben der Knappen bescheidener. Vor dem Hintergrund, dass im Sommer 1965 die Leistungsträger Willi Schulz (zum HSV), Hans Nowak (FC Bayern), Reinhard Libuda (BVB), Willi Koslowski (Rot-Weiß Essen), Waldemar Gerhardt (Fortuna Düsseldorf) und Gyula Toth (1. FC Nürnberg) dem Schalker Markt den Rücken kehrten, hatte die junge Mannschaft lediglich die Vorgabe, die Klasse zu halten.
Das gelang zwar am Ende der Saison, doch gegen das Star-Ensemble von Trainer Willi Multhaup hatten die Youngster um Manni Kreuz und Günther Herrmann keine Chance. Immer wieder setzten sich Sigi Held und Stan Libuda auf den Außenbahnen durch und zirkelten den Ball in die Mitte, wo die BVB-Stürmer nur noch Danke sagen mussten. Allein fünf Kopfballtore resultierten aus dem konsequenten Spiel über die Flügel, wo Libuda reihenweise seine Gegenspieler narrte.
Der sensible Grenzgänger hatte endlich wieder das Selbstvertrauen, was er zu seiner Schalker Zeit besaß und was ihm nach dem Wechsel kurzfristig abhanden gekommen war. So hatte er in der Hinrunde nicht die Courage besessen, beim Auswärtsspiel seines neuen Arbeitgebers in Gelsenkirchen aufzulaufen. Wie schon vor ihm Willi Schulz mied Libuda das Pfeifkonzert in der Glückauf-Kampfbahn.
Auch wenn es mit der Meisterschaft nicht klappte (der TSV München 1860 stand nach dem 34. Spieltag ganz oben) durfte sich Libuda im Sommer 1966 über einen Titel freuen. Sein 2:1 in der Verlängerung gegen den FC Liverpool bescherte den Dortmundern den Europapokal der Pokalsieger.
Borussia Dortmund - Schalke 04 7:0 (3:0)
Dortmund: Tilkowski, Cyliax, Paul, Groppe, Redder, Held, Kurrat, Emmerich, Sturm, Libuda, Schmidt
Schalke: Elting, Rausch, Becher, Pliska, Fichtel, Weikamp, Pyka, Werner, Kreuz, Herrmann, Senger
Tore: 1:0 Held (27.), 2:0 Schmidt (28.), 3:0 Held (29.), 4:0 Sturm (67.), 5:0 Kurrat (72.), 6:0 Schmidt (74.), 7:0 Emmerich (77.)
Zuschauer: 30.000
SR: Riegg
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