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28.02.2004: Vor 28 Jahren debütierte Hannes Bongartz im DFB-Dress und machte Berti Vogts glücklich
Jacques von Zanten, ehemaliger Teamchef der niederländischen Nationalmannschaft, war begeistert: "Wer ist denn das? Der spielt ja wie Johan Cruyff!" Der Holländer meinte den schlaksigen Blonden mit der Nummer 15, der am 28. Februar 1976 sein Debüt in der deutschen Nationalelf gab. Erst nach der Partie erfuhr Zanten, wer ihn so beeindruckt hatte. Es war Hannes Bongartz.
Seine Nominierung für das EM-Qualifikationsspiel im Westfalenstadion gegen Malta hatte den jungen Schalker überrascht. Noch am Mittwoch (25. Februar) stand Bongartz in den B-Elf, die in Essen gegen Italien mit 0:1 unterlag. Der 24-Jährige war eigentlich schon auf dem Weg nach Hause, als ihm Bundestrainer Helmut Schön mitteilte: "Du bleibst hier!"
Damit fiel für den gebürtigen Bonner Fasching aus. Statt mit den Jecken zu feiern, durfte Bongartz mit Maier, Vogts, Beckenbauer und Co. trainieren. Am Karnevalssamstag 1976 war es dann so weit. Elf Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde der 23. Schalker Nationalspieler für Herbert Wimmer eingewechselt. "In der Pause hat es mir Herr Schön gesagt", verriet der Mittelfeldakteur später, der acht Minuten vor dem Ende für ein Novum sorgte.
Seine Flanke köpfte Berti Vogts zum 7:0 ins Netz. "Hannes, das werde ich dir nie vergessen", strahlte ein überglücklicher Gladbacher Verteidiger, dessen Treffer sein einziger in 96 DFB-Einsätzen werden sollte. Doch Bongartz fiel nicht nur wegen seiner Vorlage positiv auf. Er belebte das Mittelfeld mit präzisen Pässen und dirigierte geschickt die Angriffsbemühungen der Deutschen.
"Jetzt, wo ich einmal hineingebrochen bin", so Bongartz nach dem Schlusspfiff, "möchte ich drinbleiben". Sein Wunsch erfüllte sich nur ansatzweise. Ein weiteres Länderspiel sollte der Spargeltarzan in diesem Jahr noch bestreiten. Im EM-Finale 1976 zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei wurde er in der 80. Minute eingewechselt. Er verwandelte anschließend seinen Strafstoß im Elfmeterschießen, Uli Hoeneß hingegen nicht. Sein Schuss in den Belgrader Nachthimmel bescherte den Tschechen und Slowaken ihren bisher einzigen EM-Titel.
Insgesamt trug Hannes Bongartz viermal das Trikot mit dem Bundesadler. Nach dem 1:0 gegen Finnland am 7. September 1977 war seine Nationalmannschafts-Karriere beendet.
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