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02.03.2004: Vor acht Jahren war Sieg gegen HSV "Schlüsselerfolg" auf dem Weg in den UEFA-Cup
Fast zwei Jahrzehnte mussten Schalkes Anhänger ohne Spiele im Europapokal auskommen. Im Mai 1996 hatte das Warten ein Ende: Platz drei in der Bundesliga bedeutete die lang ersehnte Qualifikation für den UEFA-Cup. Ein Schlüsselspiel für diesen Erfolg war für den damaligen Trainer Jörg Berger das 3:0 der Königsblauen am 2. März 1996 gegen den Hamburger SV.
Auf die Frage, wann er zum ersten Mal ernsthaft mit dem Gedanken "UEFA-Cup" gespielt hätte, antwortete Jörg Berger nach der Saison: "Die Vorbereitung war durchs Wetter sehr zerrissen, dann das 0:2 beim Schlusslicht in Düsseldorf. Mit einem Sieg gegen den HSV eine Woche später haben wir uns gefangen. Das war mit das wichtigste Spiel der Saison. Bei einer Niederlage hätten wir unten dringehangen. Da habe ich zu mir selbst gesagt: Wenn jetzt alles glücklich läuft, ist etwas drin."
Gegen den HSV zeigten die Schalker das Kombinationsspiel, welches sie eine Woche zuvor vorher gegen die Fortuna vermissen ließen. "Wir haben den Ball mit ein, zwei Kontakten laufen lassen", freute sich Ingo Anderbrügge, der mit einem Freistoßtor (7.) die Führung erzielte. Das 2:0 war nur eine Frage der Zeit: In der 12. Minute schickte Youri Mulder seinen Sturmpartner Martin Max mit einem herrlichen Außenrist-Pass steil - und der Goalgetter schob den Ball in die lange Ecke.
Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff schlug Max zum zweiten Mal an diesem Tag und zum achten Mal in der Saison zu. Mulder spielte den Ball auf die linke Außenbahn zu Anderbrügge, dessen Flanke erreichte den freistehenden Max, der aus kurzer Distanz im zweiten Anlauf Torwart Richard Golz überwand.
Dafür, dass es in der letzten halben Stunde nicht mehr so rund lief, brachte Trainer Jörg Berger Verständnis auf. "Da decke ich nach dem bedingungslosen Fight den Mantel der Entschuldigung drüber. Zu diesem Zeitpunkt haben wir kräftemäßig abgebaut." Somit konnte sich Jens Lehmann noch zweimal auszeichnen, er parierte glänzende gegen Bäron (62.) sowie einen weiteren Albertz-Hammer (77.). Zudem klärte Tom Dooley gegen Valdas Ivanauskas auf der Linie (65.).
Einziger unglücklicher Knappe an diesem Nachmittag war Andreas Müller. Der heutige Teammanager brach sich bereits in der 3. Minute die Nase. Damit teilte er das Schicksal von Mike Büskens, der sich diese Verletzung eine Woche zuvor zugezogen hatte.
FC Schalke 04 - Hamburger SV 3:0(2:0)
Schalke: Lehmann, Thon, Linke, Dooley, Eigenrauch, Müller (3. Kurz), Anderbrügge (56. Weidemann), Latal (80.Held), Nemec, Max, Mulder
HSV: Golz, Hartmann, Kmetsch, Ivanauskas, Henchoz, Bäron, Albertz, Breitenreiter, Fischer, Hollerbach (56. Schnoor), Spörl
Tore: 1:0 Anderbrügge (7.), 2:0 Max (12.), 3:0 Max (49.)
Zuschauer: 29.300
SR: Best
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