Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

07.03.2004: Vor 68 Jahren wurde Manfred Kreuz geboren

< März >

M

D

M

D

F

S

S

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

-

-

-

-

Manfred Kreuz, der am heutigen Sonntag 68 Jahre alt wird, schoss beim 3:0-Sieg 1958 gegen den Hamburger SV den dritten Treffer. Es sollte nicht sein letztes Endspiel um einen nationalen Titel sein.

Später stand Kreuz noch einmal in einem Finale. Allerdings war das Spielgerät kleiner als beim Fußball. Zusammen mit seinem Doppelpartner Alfons Lauer erreichte er das im Endspiel um die Deutsche Seniorenmeisterschaft im Tennis. Im Gegensatz zu 1958 musste sich Manfred Kreuz dieses Mal mit dem zweiten Rang begnügen. Das Duo verlor mit 5:7 und 6:7 gegen das favorisierte Team Fuhrmann/Bielefeld.

Die Fußballer-Karriere von Manfred Kreuz begann beim SC Hassel, wo er in der Jugend kickte und sich sehr wohl fühlte. Problematisch wurde es erst, als der damals 17-Jährige im Rahmen seiner Ausbildung beim Finanzamt nach Borken versetzt wurde. "Morgens um 4.30 Uhr musste ich aus dem Haus. Abends 19.30 Uhr war ich wieder da. An Training war da nicht mehr zu denken."

Während sein Heimatverein daran wenig ändern konnte, zeigten ihm die Schalker neue Perspektiven auf. Ernst Kuzorra sowie Trainer Edi Frühwirth hatten Gefallen an dem schussgewaltigen Linksfuß gefunden und lockten ihn Mitte der 50er Jahre an die Glückauf-Kampfbahn. An das Oberliga-Debüt für Schalke gegen den 1. FC Köln erinnert er sich besonders gern. "Ich war anfangs als Außenläufer aufgestellt, rückte aber nach der Verletzung von Paul Matzkowski auf dessen Mittelläufer-Position. Wir gewannen 3:1, und ich war fortan dabei."

Insgesamt 135 Oberligapartien (42 Tore) bestritt er für die Königsblauen. Dazu kamen sieben Begegnungen um die Deutsche Meisterschaft, 12 Pokalspiele (4 Tore), 4 Aufeinandertreffen im Europapokal und 83 Bundesliga-Einsätze (16 Treffer). Am präsentesten ist natürlich das Endspiel um den nationalen Titel in Hannover. Der 3:0-Erfolg über Uwe Seelers HSV wurde von kuriosen Umständen begleitet. "Berni Klodt machte sonst sehr selten Kopfballtore, in Hannover gelangen ihm gleich zwei: Das war eine Sensation."

Im Anschluss an das 2:0 machten die Hanseaten mächtig Druck, ehe Manfred Kreuz mit seiner linken "Klebe" die Nerven der Schalker Vereinsfamilie beruhigte. In der Wertung des Triumphes bleibt er wohltuend fair. "In den 70er Jahren hatten wir eine wesentlich bessere Mannschaft. Die hat es jedoch versäumt, noch einmal Meister zu werden."

Dass er als Beamter eine Doppelbelastung aushalten musste, die Profis heute sehr viel Geld verdienen, stört ihn nicht. "Wir haben zu unserer Zeit Fußball gespielt, und die Jungs heute zu ihrer." Auch die Tatsache, dass er lediglich zur B-Nationalmannschaft eingeladen wurde, hat ihn nie sonderlich betrübt. "Ich war einer, der nach dem Spiel sein Bier getrunken und seine Zigarette geraucht hat. Mit so einer Einstellung hatte man bei Sepp Herberger keine Chance."

       
Offizielles Internetangebot des FC Schalke 04 | Impressum