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17.03.2004: Vor 25 Jahren saß Ivica Horvat zum letzten Mal auf der Schalker Bank
Hinter Huub Stevens (195 Trainereinsätze für Schalke in der Liga) liegt Ivica Horvat noch heute auf dem zweiten Rang. In 159 Bundesligaspielen betreute er die Königsblauen als Coach, wurde mit seinem Team 1972 DFB-Pokalsieger sowie Vizemeister und bewahrte den skandalgebeutelten Club 1973 vor dem Abstieg. Nach der 1:3-Niederlage gegen den VfL Bochum am 17. März 1979 musste er jedoch seinen Platz räumen.
Genau wie bei Stevens war bei Horvat, der am 16. Juli 1926 geboren wurde, die erste Begegnung mit Schalke 04 für ihn eher unerfreulich. Horvat war als Trainer von Dynamo Zagreb 1970 im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger zweimal Gegner der Schalker, die nach den beiden Siegen über den jugoslawischen Meister im Halbfinale Manchester City den Vortritt lassen mussten. Stevens schied mit Roda Kerkrade in der ersten Runde des UEFA-Cups 1996/97 gegen die Königsblauen aus.
Mit Horvath, der nicht nur für Dynamo Zagreb sondern auch für Eintracht Frankfurt kickte und an der Sporthochschule Köln seine Fußball-Lehrer-Lizenz erwarb, kam ein Trainer zum Schalker Markt, der die Basis für Erfolg in einer sicheren Abwehr sah. "Eine gute Deckungsarbeit ist das A und O des Fußballs", hieß das Motto des Ivica Horvat, der zweimal bei Schalke 04 anheuerte.
Horvats erste Amtszeit ging von 1971 bis 1975, ehe er vom charismatischen Lautsprecher Max Merkel abgelöst wurde. Danach saß "Hoppa" noch einmal vom 1. Juli 1978 bis zum 17. März 1979 für 23 Spiele auf der Schalker Trainerbank. Allerdings mit mäßigem Erfolg: Er wurde nach fünf Niederlagen und einem Unentschieden von Gyula Lorant abgelöst. Insgesamt war der 1,90 m große Jugoslawe 56 Monate für die sportliche Leitung auf Schalke verantwortlich.
"Horvat war der beste Trainer, unter dem ich je gearbeitet habe", schwärmt der ehemalige Nationalspieler Klaus Fischer noch heute. Neben seinen fachlichen Qualitäten war es die große menschliche Wärme, die den ehemaligen Nationalspieler (60 Einsätze für Jugoslawien) in seiner Schalker Zeit auszeichnete. Mit wohltuender Sachlichkeit, dem Verzicht auf jede Effekthascherei und der Bereitschaft, für seine Spieler ständig dazusein, gewann er viele Freunde im Verein.
Nicht wenige Bundesliga-Experten sind sich sicher: Ohne den Bundesliga-Bestechungsskandal, mit dem Ivica Horvat unvorbereitet konfrontiert wurde, hätte die achte deutsche Meisterschaft durchaus in seine Ära fallen können.
Zwischen seinen Engagements bei den Königsblauen trainierte er noch Rot-Weiß Essen und beendete anschließend seine Karriere bei Westfalia Herne. Heute lebt Horvat sechs bis sieben Monate in seinem Ferienhaus auf der Adria-Insel Krk, den Rest des Jahres verbringt er mit Ehefrau Jelka in Zagreb.
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