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18.03.2004: Vor sieben Jahren erlebten die "Eurofighter" in Valencia eine magische Nacht
Alles war für den Höhepunkt die große Party vorbereitet. Erst sollten die Deutschen aus der Stadt der tausend Feuer aus dem UEFA-Cup gekickt werden und dann wollte ganz Valencia den letzten Tag des Volksfestes "Las Fallas" feiern. Aus dem Plan wurde nichts, die Gäste spielten am 18. März 1997 nicht mit. Nach dem 2:0-Hinspielerfolg erkämpften sich die Schalker im Viertelfinal-Rückspiel ein 1:1 und erreichten damit die Vorschlussrunde gegen CD Teneriffa.
Valencias steinreicher Boss Francisco Roig hatte sich vor der Begegnung sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Er forderte nicht nur ein Weiterkommen seines Star-Ensembles - Valencia hatte im Sommer 60 Mio. DM für neue Spieler ausgegeben und kurz vor der Partie die Verpflichtung des Argentiniers Ortega für 70 Mio. verkündet -, das Rückspiel sollte gefälligst höher als 3:0 ausfallen. Doch die "magische Nacht" (O-Ton Valencias Trainer Jorge Valdano) verlor schon nach 19 Minuten ihren Zauber für die Gastgeber.
Der Tscheche Jiri Nemec erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und passte auf Youri Mulder, der Zubizarreta zum 1:0 überwand. Die Strategie von Trainer Huub Stevens war aufgegangen. Sie wollten sich nicht auf die 2:0-Führung aus dem Hinspiel, Linke-Kopfball nach Thon-Flanke und Wilmots nach Nemec-Vorarbeit, verlassen, so der holländische Coach "sondern selbst den Weg zum Tor suchen. Das ist uns gelungen. Valencia wurde dadurch verunsichert."
Der Anfangsschwung der Spanier im Stadion "Luis Casanova" war dahin. Die Schrecksekunden aus der Anfangsphase, als Lehmann gegen Karpin hielt (11.) und Poyatos (16.) neben das Tor köpfte, waren vergessen. Auch der Ausgleichstreffer durch Poyatos Kopfball kurz vor der Pause brachte die Schalker nicht aus dem Konzept.
Vor allem die beiden Produzenten des Führungstreffers hatten einen sehr guten Abend erwischt. Mulder war überall auf dem Platz und musste trotzdem die Erfahrung machen, dass da immer schon jemand auf ihn wartete. "Das war unglaublich", wunderte sich der Angreifer nach der Partie. "Ich bin noch nie so viel in einem Spiel gelaufen, aber Jiri hat mich ständig überholt." Und auch Marco Kurz, der den gesperrten Thomas Linke in der Innenverteidigung vertrat, zeigte eine Klasseleistung und fügt sich nahtlos in Eurofighter-Elf ein.
Nach dem Schlusspfiff waren die Spanier kleinlaut. "Schalke ist eine der defensivstärksten Mannschaften Europas", lobte Trainer Valdano, der mit einer so leidenschaftlichen Unterstützung der 5000 mitgereisten Schalke-Fans nicht gerechnet hatte. "Das war ein Schock für uns. Es waren viel zu viele Schalker hier."
Valencia CF - FC Schalke 04 1:1 (1:1)
Valencia: Zubizarreta, Romero, Patxi, Ferreira, Cáceres (55. Vlaovic), Otero, Eskurza (55. Ivan Campo), Fernando (55. José Ignacio), Poyatos, Karpin, Gálvez, Leandro
Schalke: Lehmann, Thon, Kurz, de Kock, Latal (60. Dooley), Eigenrauch, Nemec, Müller, Büskens (90. Wagner), Max (87. Anderbrügge), Mulder
Tore: 0:1 Mulder (19.), 1:1 Poyates (45.)
SR: Pedersen
Zuschauer: 35.000
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