02.04.2004: Vor 27 Jahren besiegelte ein Fehltritt den Abschied von den Titelträumen

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Er kam als Hoffnungsträger auf eine würdige Nachfolge des nach Berlin gewechselten Norbert Nigbur. Der jugoslawische Torhüter Enver Maric hatte 1974 bei der WM in Deutschland gespielt und geht 1976 zum FC Schalke 04. Allerdings konnte er Nigbur nie richtig vergessen machen, vielmehr blieb ein Lapsus des Torwarts in schmerzlicher Erinnerung.

Die Partie gegen den abstiegsbedrohten 1.FC Saarbrücken am 2. April 1977 sollte für die Schalker nach vier sieglosen Heimspielen nicht nur endlich wieder einen Sieg vor heimischer Kulisse bringen, die Schalker wollten auch ihre Ambitionen im Meisterschaftsrennen unterstreichen. Was folgte, war allerdings ein spielerischer Offenbarungseid der Truppe des damaligen S04-Trainers Friedel Rausch. "Furchtbar - diese Spielerei ist eine einzige Blamage", war Rausch bereits in der Pause von der Leistung seiner Spieler bedient.

Das Offensivspiel der Knappen funktionierte gegen engagierte Saarbrücker überhaupt nicht. Rausch: "Bei uns stehen sich die Stürmer immer gegenseitig im Weg. Bongartz und Oblak passen nicht zusammen." In der Defensive konnten sich die Schalker bei Enver Maric bedanken, dass sie nicht schon vor der Pause in Rückstand geraten sind. Allerdings wurde der Torhüter der Königsblauen unfreiwillig zum Inbegriff Schalker Unzulänglichkeiten an diesem Nachmittag. Einen Schuss von Harry Ellbracht aus rund 20 Metern wollte der Keeper mit dem Fuß ins Feld zurückspielen. Allerdings trat er über den Ball, das Leder trudelte ins Netz und die Knappen verloren mit 0:1.

Mit dieser Niederlage verspielten die Schalker ihre Chance auf den deutschen Meistertitel. Zwar blieben die Spieler von Friedel Rausch in den letzten sechs Saisonspielen bei fünf Siegen ungeschlagen, doch fehlten am Ende die Punkte aus dem Saarbrücker Spiel zum Titel. Während sich die Königsblauen mit der Vize-Meisterschaft begnügen mussten, starteten die Saarbrücker eine Aufholjagd, verloren nur noch eins der letzten sechs Spiele und schafften somit den Klassenerhalt.

Enver Maric sah sich bereits in der nächsten Saison großer Konkurrenz ausgesetzt, verpflichteten die Schalker doch mit Volkmar Groß von TeBe Berlin einen erfahrenen Bundesliga-Torwart. Groß nahm zu Beginn der neuen Saison Marics Posten ein, nur ein Spiel absolviert der Jugoslawe in der Hinserie. In der Rückrunde stand Maric 15 Mal zwischen den Pfosten der Schalker, die er am Ende der Saison wieder verließ.

       
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