10.04.2004: Vor zwölf Jahren starb Hermann Eppenhoff

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Als Spieler und als Trainer Deutscher Meister werden: Dieses Kunststück gelang nur wenigen. Hermann Eppenhoff war einer von ihnen. Am 10. April 1992 verließ der damals 72-Jährige für immer die deutsche Fußballbühne. Der Abgang eines Mannes, der hart im Nehmen war.

Die Stunden vor seinem Herztod gehörten wie sein ganzes Leben dem geliebten Fußball. Hermann Eppenhoff starb auf dem Rückweg vom Spiel BVB Dortmund gegen Bayern München. Noch einmal sah er seine Borussia, die er 1963 als Trainer zu ihrer dritten Deutschen Meisterschaft geführt hatte. Seine größten Erfolge als Spieler indes feierte er im Trikot der Knappen.

Ernst Kuzorra entdeckte den damals 17-jährigen Eppenhoff bei der SpVgg Röhlinghausen. Seine geschmeidigen und trickreichen Bewegungen begeisterten den Clemens, der dafür sorgte, dass der Junge aus Wanne-Eickel zum Schalker Markt kam. Ein Schritt, den beiden Seiten nicht bereuen sollten. Der Mittelstürmer, der ebenso Rechtsaußen spielen konnte, war Mitglied der Schalker Endspiel-Mannschaften, die 1939 (9:0 gegen Admira Wien) und 1942 (2:0 gegen Vienna Wien) die Victoria gewannen. Zudem streifte er sich in dieser Zeit dreimal das Trikot der Nationalmannschaft über.

Doch Eppenhoff machte sich nicht nur in den erfolgreichen Zeiten der königsblauen Kicker verdient um den Verein, er ließ Schalke auch in weniger glorreichen Tagen nicht im Stich. Zusammen mit Walter Zwickhofer bildete er das Führungs-Duo, um das nach dem 2. Weltkrieg ein neues Team aufgebaut wurde. Er war Vorbild und Leitfigur für die neue Generation. Wie bedeutsam Eppenhoff für die junge Auswahl war, wurde vor allem im DFB-Pokalfinale 1955 deutlich.

In der Partie gegen den Karlsruher SC bekam Hermann Eppenhoff beim Stand von 2:2 aus nächster Nähe einen Ball volley an den Kopf. Er ging zu Boden und wirkte angeschlagen. Damals gab es noch nicht die Möglichkeit des Auswechselns, also spielte Eppenhoff weiter. Das Spiel ging mit 2:3 verloren. In der Kabine fragte er seine Kameraden, wie die Begegnung ausgegangen sei. Die sahen ihn fragend an. Er wusste es nicht. Er hatte mit einer schweren Gehirnerschütterung bis zum Ende durchgehalten. Seine Begründung: "Ich wollte euch nicht im Stich lassen."

Mit dieser moralische Größe und Selbstdisziplin arbeitete er später auch als Trainer. Die Liste seiner Erfolge ist lang. Er gewann nicht nur mit Dortmund die Meisterschaft, sondern brachte den MSV Duisburg (1966) sowie den VfL Bochum (1968) ins DFB-Pokal-Finale. Darüber hinaus verhalf er dem VfB Stuttgart (1972-74) zu Europapokalehren. Nach seinem Tod trugen nicht nur die Schalker Trauer.

       
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