20.04.2004: Vor 63 Jahren wurde Gyula Toth geboren

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Ebbe Sand, Nico van Kerckhoven, Levan Kobiashvili: Die Schalker Mannschaft anno 2004 wäre ohne ausländische Profis kaum denkbar. Als die Bundesliga 1963 ihren Spielbetrieb aufnahm, war das noch anders. Der erste Fußballer auf Schalke ohne deutsche Staatsbürgerschaft war Gyula Toth, der am 20. April 1941 in Ungarn geboren wurde.

Beim Auswärtsspiel am 22. August 1964 bei Eintracht Frankfurt gab der Torhüter, dem wegen seiner geschmeidigen Bewegungen der Ruf eines Panthers vorauseilte, sein Bundesliga-Debüt im Tor der Knappen, die mit einem 2:2 in ihre zweite Bundesliga-Saison starteten. Viele Experten trauten dem Team eine gute Platzierung zu. Standen mit Willi Schulz, Stan Libuda, Hans Nowak, Günter Herrmann und Willi Koslowski doch einige Nationalspieler in den Reihen der Königsblauen. Doch es kam anders.

Der Ungar, der in 21 der 30 Liga-Begegnung das Tor hütete, konnte nicht verhindern, dass Schalke am Ende der Saison den letzten Platz belegte. Was Toth nicht gelang, ermöglichten die Lizenz-Verstöße von Hertha BSC und freundliche DFB-Juristen, die die Bundesliga auf 18 Klubs aufstockten. Schalke blieb im Oberhaus des deutschen Fußballs, Toth indes verließ das Ruhrgebiet.

Der ungarische Torwart, der in Deutschland beim VfL Nürnberg begonnen und auch schon bei der SpVgg Fürth gespielt hatte, kehrte ins Frankenland zurück. Toth, den besonders sein Ehrgeiz und Trainingsfleiß auszeichneten, schloss sich dem 1. FC Nürnberg an. Dort wurde er allerdings nicht glücklich. Schwierigkeiten hatte der recht kleine Keeper sowohl mit der Strafraumbeherrschung als auch mit dem Gewichts-Limit. Der Ungar war dafür bekannt, dass er nach dem Training gerne mal ein Bier trank.

Zudem hatte Toth Pech, dass der Club mit Roland Wabra über einen ausgezeichneten Schlussmann verfügte. So wurde er in drei Jahren lediglich zwölf Mal eingesetzt, gewann jedoch in seinem letzten Jahr die Meisterschaft. Als Ersatztorhüter gehörte er zu den 15 in der Saison 1967/68 eingesetzten Spielern, die den neunte nationalen Titel für Nürnberg errangen.

       
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