21.04.2004: Vor 88 Jahren wurde Otto Schweisfurth geboren

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13 Jahre lang gehörte Otto Schweisfurth, der am 21. April 1916 in Gelsenkirchen-Horst geboren wurde, zur Stammformation der Mannschaft, die den legendären Schalker Kreisel zelebrierte. Von 1935 bis 1948 bildete der "eisenharte Verteidiger" zusammen mit Hans Bornemann ein gefürchtetes Abwehr-Gespann. Schweisfurth, der drei Deutsche Meisterschaften gewann, wurde 85 Jahre alt.

"Sein Kopfballspiel und sein spritziges Dazwischenfahren waren seine Stärke", beschrieb die Jubiläumsausgabe des "Schalker Kreisel" zum 50-jährigen Vereinsbestehen die fußballerischen Vorzüge von Schweisfurth. Bereits 1934/35 gehörte der damals 19-Jährige zum Stamm der Elf um Ernst Kuzorra und Fritz Szepan. Doch ausgerechnet im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart musste der Teenager zuschauen. "Tullux" Valentin, langjähriger Stammspieler der Königsblauen, sollte einen würdigen Abschied bekommen. Weil es damals noch keine Auswechselspieler gab, sah Schweisfurth den 6:4 (3:0)-Sieg in Köln nur auf den Rängen des Müngersdorfer Stadions.

Zwei Jahre später war der Abwehrspieler dann nicht mehr aus der Anfangsformation wegzudenken. Er war Mitglied der Schalker Elf, die 1937 zum vierten Mal in einem Endspiel um die Meisterschaft stand. Nach einem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg war Schweisfurth am Ziel seiner Träume angelangt.

Dem Höhepunkt indes folgte nur drei Monate später ein herber Rückschlag. In der ersten Runde des DFB-Pokals bei den Kickers Frankenthal verletzte sich der 21-Jährige am Knie. Ein doppelseitiger Meniskusriss und ein Anriss der Kreuzbänder setzten ihn für ein Jahr außer Gefecht.

Ohne ihn unterlagen die Schalker 1938 in den Meisterschaftsendspielen gegen Hannover 96, mit Schweisfurth gewann man die Finals 1939 gegen Admira Wien (9:0) und 1942 gegen Vienna Wien (2:0). Beim Endspiel 1940 fehlte der Innenverteidiger, weil er als Soldat in Frankreich stationiert war.

Trotz aller Meriten brachte es der Defensiv-Spezialist nie zu Länderspiel-Ehren. Obwohl er zu vielen Auswahlspielen eingeladen wurde, erwiesen sich der Düsseldorfer Paul Janes und der Aachener Reinhold Münzenberg als zu starke Konkurrenz. Bis 1948 hielt Schweisfurth seinen Schalkern die Treue, ehe er aus beruflichen Gründen das letzte Jahr seiner Karriere in Recklinghausen verbrachte. Wohin man ihn mit einer Wohnung und einer Anstellung als kaufmännischer Angestellter lockte.

Für Preußen Hochlarmark schnürte er noch ein Jahr die Fußballstiefel. Später schlug der zweifache Familienvater eine Trainer-Karriere ein und coachte rund 20 Vereine, darunter den Hammer SV, SC Dahlhausen, BV Osterfeld und die Spielvereinigung Erkenschwick.

Der Kontakt zu seinem Verein indes riss nie ab. Bis Anfang der 90er Jahre besuchte das Ehrenmitglied die Heimspiele der Königsblauen und war im Blauen Salon des Parkstadions ein gern gesehener Gast. Otto Schweisfurth starb am 30. Dezember 2001.

       
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