01.05.2004: Vor 38 Jahren wurde Olaf Thon geboren

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Auf Schalke der Ritterschlag: "Sein Name wird jetzt in einer Reihe mit Ernst Kuzorra, Fritz Szepan und Reinhard Libuda genannt." Dieser Satz stammt von Rudi Assauer und drückt die Wertschätzung für einen Mann ausdrücken, der am 1. Mai 1966 in Gelsenkirchen-Horst geboren wurde: Olaf Thon.

Als Schalkes Nummer zehn im Januar 2003 bei seinem Abschiedsspiel gegen Bayern München endgültig die große Fußball-Bühne verließ, huldigten 60.672 Zuschauer eine Spielerpersönlichkeit, die fast 20 Jahre lang der Bundesliga ihren Stempel aufdrückte. Drei Deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege und sechs zweite Plätze in der Meisterschaft zieren seine Vita. Doch damit nicht genug. 1990 war Thon Mitglied der Nationalmannschaft von Franz Beckenbauer, die in Rom Weltmeister wurde. Zudem gehörte er 1986 (Platz zwei) und 1998 (Aus im Viertelfinale) dem DFB-Kader an.

Platz eins in seiner emotionalen Skala nimmt indes ein anderer Titel ein. 1997 führte die Euro-Fighter als Kapitän im Mailänder Guiseppe-Meazza-Stadion sensationell zum UEFA-Cup-Sieg. Laut Thon "eine Mannschaft mit tollen Charakteren", die spielerische Defizite durch Kampf und Einsatz wettmachte. Der Höhepunkt einer außergewöhnlichen Karriere, die am 5. August 1983 begonnen hatte.

Olaf Thon war gerade 17 Jahre alt und gab im Zweitligaspiel gegen den SC Charlottenburg sein Debüt im bezahlten Fußball. In seiner ersten Saison bei den Knappen bestritt er alle Liga-Spiele der Schalker und hatte nicht zuletzt durch seine 14 Tore großen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga. Seine Geburtsstunde als Schalker Held allerdings erlebte der Junge aus dem Pott am 2. Mai 1984. Einen Tag nach seinem 18. Geburtstag steuerte der damals bekennende Bayern-Fan drei Tore zum 6:6 nach Verlängerung im DFB-Pokal-Krimi gegen den Münchner Rekordmeister bei.

Thon wurde zum königsblauen Heiligtum erklärt. 1987 verkaufte Günter Siebert lieber ein halbes Dutzend Stammspieler als den heiß umworbenen Mittelfeld-Techniker abzugeben. Allerdings war der 21-Jährige nicht in der Lage, trotz 14 Saisontoren den Schalkes dritten Abstieg 1988 zu verhindern. Thon verließ anschließend Gelsenkirchen in Richtung München.

Bei den Bayern sammelte der eloquente Fußballer nicht nur Titel (drei Meisterschaften) sondern wurde vom Mittelfeldspieler zum Libero umfunktioniert. 1994 kehrte er dorthin zurück, wo er laut Charly Neumann hingehört: "Wer auf Kohle geboren ist, der muss auf Kohle spielen."

Dass Thon "nur" 443 Bundesligaspiele machte, war auf seine vielen Verletzungen zurückzuführen. Die kosteten ihm darüber hinaus, neben dem schlechten Verhältnis zu Berti Vogts, eine größere Bedeutung für die Nationalmannschaft. In der DFB-Elf kam er schließlich auf 52 Länderspiele, in denen er drei Tore erzielte. Aber was macht das schon, wenn man auf Schalke, wo er heute Repräsentant ist, in einem Atemzug mit Libuda, Szepan und Kuzorra genannt wird.

       
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