06.05.2004: Vor 24 Jahren wurde Präsident Fenne im Amt bestätigt

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Bis zu diesem Dienstag war Dr. Hans-Joachim Fenne lediglich kommissarischer Nachfolger von Günter Siebert an der Vereinsspitze. Der Verwaltungsrat hatte Siebert wegen "Engpässen des Vereins gegenüber Kreditinstituten" sowie Satzungsverstößen des Präsidenten im Dezember 1979 seines Amtes enthoben und an seiner Stelle den Gladbecker Unternehmensberater eingesetzt. Dieser Entscheidung schloss sich die Mitgliederversammlung am 6. Mai 1980 mehrheitlich an.

Von den 660 anwesenden Stimmberechtigten votierten nur drei gegen Fenne, sieben enthielten sich. Damit blieb Fenne Präsident. Eine Aufgabe, die mit vielen Schwierigkeiten behaftet war. Den Verein drückten Verbindlichkeiten in Höhe von fast vier Millionen Mark, der Deutsche Fußball-Bund wollte Schalke die Lizenz verweigern.

Um den Verein zu konsolidieren, wählte der Vereins-Boss einen strikten Sparkurs. Als erster wurde Rüdiger Abramczik verkauft. Der Nationalspieler wechselte in der Sommerpause vor der Saison 1980/81 für 1,1 Mio. Mark zu Borussia Dortmund. Weitere Stars folgten kurz vor dem Ende der ersten Serie: Rolf Rüssmann ging für 800.000 Mark ebenfalls nach Dortmund, Wolfram Wuttke für 950.000 nach Mönchengladbach. Auf der anderen Seite lockte Fenne Rudi Assauer nach Schalke. Im Mai 1981 verließ der ehemalige Bundesligaspieler (Borussia Dortmund und Werder Bremen) die Weser, um den Traditionsverein zu sanieren. Doch er kam zu spät, um den ersten Abstieg aus der Bundesliga zu verhindern. Der personelle Aderlass im Winter war zu groß gewesen. Im Juni verabschiedeten sich die Knappen aus der höchsten deutschen Spielklasse, der sie seit 1926 angehört hatten.

Es folgte eine sportliche Achterbahnfahrt: Zweimal stiegen die Knappen auf (1982 und 1984), zwischendurch ging es noch einmal runter (1983). In der Saison 1984/85 schien sich der Verein unter Fenne gefangen zu haben. Schalke landete als Aufsteiger in der Bundesliga auf einem guten achten Platz. Mit Olaf Thon reifte ein Jahrhunderttalent heran und mit Klaus Täuber, der 18 Saisontore erzielte, hatte der Verein wieder einen echten Goalgetter.

Doch schon im Herbst 1985 verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und dem Manager. Fenne überlegte sogar, Assauer durch Rolf Rüssmann zu ersetzen, der Verwaltungsrat allerdings lehnte diesen Schritt ab. Die nächste Konfrontation bahnte sich im Sommer 1986 an. Vereins-Boss Fenne attestierte Trainer Didi Ferner "zu wenig Charisma" und tauschte ihn gegen Rolf Schafstall aus. Hinter dem Rücken von Manager Rudi Assauer.

Im Dezember war dann für beide Schluss auf Schalke. Erst setzte Fenne den Manager vor die Tür, ein paar Tage später trat er "aus sachlichen und persönlichen Gründen" zurück. Er hinterließ einen Verein, der sich in einer ähnlich misslichen Lage wie zu Beginn seiner Amtszeit befand. Schalke 04 hatte vier Millionen Mark Schulden und kämpfte um den Klassenerhalt.

       
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