11.05.2004: Vor zwei Jahren feierte Schalke den vierten Pokalsieg

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Der 4:2-Sieg gegen Bayer Leverkusen am 11. Mai 2002 im Berliner Olympiastadion bedeutete nicht nur den vierten DFB-Pokalsieg für den FC Schalke 04, sondern markierte zudem das Ende der Ära Huub Stevens auf Schalke.

Der Holländer kam 1996 nach Gelsenkirchen und führte den Verein zu zwei Pokal-Erfolgen, einem UEFA-Pokal-Sieg und einem zweiten Platz in der Bundesliga. Darüber hinaus verabschiedeten sich nach der Saison einige der Helden von Mailand: Olaf Thon, Jiri Nemec, Youri Mulder, Mike Büskens und Yves Eigenrauch.

Die Leverkusener waren nach 27 Minuten durch Dimitar Berbatov in Führung gegangen. Fast wäre sogar noch das 2:0 gefallen. Doch Berbatov ignorierte den völlig freistehenden Neuville und setzte den Ball ans Außennetz (44.). Es sah nicht gut aus für den Titelverteidiger von 2001 - bis Böhme seinen großen Auftritt hatte. Als einen Akt purer Verzweiflung mit einer gehörigen Portion Genialität ist sein Freistoß zu werten, den er kurz vor der Pause ausführte. Vom rechten Strafraumeck aus schlenzte er den Ball in die rechte Ecke: der Ausgleich. Sicherlich keine gute Idee von Butt eine Mauer zu stellen, die aus Schneider (1,76 m), Neuville (1,71 m) und Bastürk (1,68 m) bestand.

Nach der Pause waren die Knappen ein mehr als gleichwertiger Gegner für den Finalisten der UEFA Champions League und bogen mit einem Doppelschlag in der 68. und 71. in die Siegerstraße ein.

Agali hängte Lucio ab und schloss seinen Sprint mit einem platzierten 16-Meter-Schuss zum 2:1 ab. Das 3:1 war fast eine Kopie des Agali-Tores. Dieses Mal war der Stürmer allerdings der Vorbereiter, er spielte Andreas Möller den Ball in den Raum. Schalkes Nummer sieben spurtete los und versenkte den Ball an fast derselben Stelle wie Agali drei Minuten vorher.

In den Schlussminuten sahen die Zuschauer noch zwei weitere Treffer. Erst köpfte Ebbe Sand nach einer Vermant-Flanke das 4:1 (85.), eine Minute vor dem Ende gelang Ulf Kirsten der 4:2-Endstand. Für den unrühmlichen Schlusspunkt aus Schalker Sicht sorgte Victor Agali. Der überragende Mann auf dem Platz ließ sich in der letzten Spielminute zu einem Schlag gegen Placente hinreißen und sah die rote Karte. Die königsblauen Feierlichkeiten störte das aber nicht wirklich. Noch lange nach Spielschluss war das Olympiastadion fest in blau-weißer Hand.

FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 4:2 (1:1)

Schalke: Reck - Waldoch, Hajto (46. Oude Kamphuis), van Hoogdalem, van Kerckhoven, Nemec, Asamoah (81. Vermant), Möller (75. Wilmots), Böhme, Sand, Agali.

Leverkusen: Butt - Zivkovic, Lucio, Placente, Bastürk, Ramelow, Schneider, Ballack, Ze Roberto, Neuville (67. Brdaric), Berbatov (77. Kirsten).

Tore: 0:1 Berbatov (27.), 1:1 Böhme (45.), 2:1 Agali (68.), 3:1 Möller (71.), 4:1 Sand (85.), 4:2 Kirsten (89.).
Zuschauer: 70.000 Zuschauer
SR: Dr. Wack

       
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