16.05.2004: Vor 35 Jahren wurde Marco Kurz geboren

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Er gehört zu der Gattung Fußball-Profis, die leicht unterschätzt werden. Marco Kurz ist keiner, der durch spektakuläre Kabinettstückchen auf sich aufmerksam macht. Aber der gebürtige Stuttgarter (*16.05.1969) ist unheimlich wichtig für das Kollektiv. Eine Erfahrung, die nicht zuletzt Huub Stevens 1997 machte.

Es war das Viertelfinal-Rückspiel des UEFA-Cups 1996/97. Am 18. März mussten die Eurofighter bei Valencia CF antreten. Das Hinspiel hatten die Schalker im Parkstadion mit 2:0 gewonnen: Ein Vorsprung, der ob der Offensiv-Stärke der Spanier jedoch noch keine Garantie für das Weiterkommen war. Zumal Huub Stevens seine Abwehr umstellen musste. Thomas Linke war gelb-gesperrt.

Die Wahl des Trainers fiel auf Marco Kurz, der bis zu diesem Spiel lediglich zwei "Kurz"-Einsätze im Europapokal absolviert hatte. Stevens wurde nicht enttäuscht. Kurz bildete zusammen mit Lehmann, de Kock und Olaf Thon einen so sicheren Abwehr-Verbund, dass Valencias Trainer Jorge Valdano nach dem 1:1 schwärmte: "Schalke ist defensiv eine der stärksten Mannschaften Europas."

Kurz war überglücklich. "Durch dieses Spiel habe ich natürlich das Gefühl, am Schalker Europapokalerfolg einen sehr großen Anteil zu haben. Das wäre sonst nicht so gewesen." Im Anschluss an die Sternstunde rückte Kurz jedoch wieder ins zweite Glied. An Thomas Linke und Johann de Kock kam der Schwabe nicht vorbei.

Marco Kurz, der 1995 von Borussia Dortmund (vier Bundesligaspiele) erst ausgeliehen und später gekauft wurde, zog seine Konsequenzen. Er verließ 1998 nach 56 Ligapartien den Verein in Richtung TSV 1860 München. Dort wurde der Abiturient wie schon in Nürnberg (1990-94) auf Anhieb Stammspieler.

Mittlerweile hat der zuverlässige Verteidiger 300 Bundesliga-Begegnungen (Stand: 16. Mai 2004) bestritten. Ende der Saison wird der Führungsspieler, der auf dem Platz in wichtigen Situationen das Wort ergreift und durch gewonnene Zweikämpfe Zeichen setzen kann, seine aktive Karriere beenden. Die Löwen werden sein schnörkelloses Spiel und seine Kopfballstärke vermissen. Kurz soll allerdings dem Verein als Jugend-Trainer erhalten bleiben.

       
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