18.05.2004: Vor 46 Jahren wurde Schalke zum siebten Mal Meister

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Der 3:0-Erfolg der Knappen gegen den Hamburger SV im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1958 ist in erster Linie mit seinem Namen verbunden: Berni Klodt. Der Kapitän, der schon vor dem Krieg mit Kuzorra und Szepan in einer Mannschaft gespielt hatte und als Bindeglied zur ruhmreichen Ära galt, sorgte mit seinen zwei Toren nicht nur für die 2:0-Pausenführung, sondern war als Führungsspieler ungemein wichtig für die junge Schalker Mannschaft.

An Klodt und Verteidiger Günter Brocker konnten sich die Nachwuchskräfte orientieren. Sie gaben dem Team - ohne die beiden Routiniers im Durchschnitt 24,4 Jahre alt - beim Endspiel im Niedersachsenstadion von Hannover die nötige Sicherheit. Und das daraus resultierende Selbstvertrauen wurde noch größer, als Klodt bereits in der fünften Minute die Führung erzielte. Einen Flankenball von Günter Siebert wuchtete der Kapitän an Torwart Horst Schnoor vorbei zum 1:0 ins Netz.

Während die Schalker in der Folgezeit ihr Angriffsspiel bedacht aufbauten, versuchten die Hamburger ihr Glück mit Fernschüssen - jedoch ohne Erfolg. Zwingender waren die Aktionen der Westdeutschen: Siebert kam nach gut 20 Minuten im Strafraum an den Ball, sein Schuss streifte allerdings knapp am linken Torpfosten vorbei - genau wie bei Heiner Kördell einige Minuten später.

Nach einer knappen halben Stunde lag der Ball dann zum zweiten Mal an diesem Tag im Kasten der Hanseaten: Der erst 21-jährige Willi Koslowski legte per Kurzpass für Klodt auf. Der Weltmeister von 1954 schoss das Leder aus 14 Metern flach und platziert zum 2:0 ins rechte Eck ein.

Jetzt mussten die Hamburger noch mehr riskieren. Goalgetter Uwe Seeler hatte seine ersten Möglichkeiten - die beste zwei Minuten vor der Pause, als seine Direktabnahme das Außennetz traf. Doch mit der Zeit erlahmte das Angriffsspiel des Favoriten. Trainer Edi Frühwirth hatte sich etwas Besonderes für Uwe Seeler ausgedacht. Stopper Otto Laszig deckte nicht allein den jungen Nationalspieler der Hamburger, sondern wechselte sich mit Karl Borutta und Günter Karnhof ab: Raumdeckung statt Manndeckung.

Nach der Pause warf das Team von Trainer Günter Mahlmann noch einmal alles nach vorn. Der Weltmeister von 1954, Jupp Posipal, dirigierte die Angriffsbemühungen. Allerdings musste der HSV-Kapitän mit der Zeit erkennen, dass sich die Athletik der Schalker Läuferreihe durchsetzen würde.

Zudem besaßen die Knappen im Angriff einen Berni Klodt, der alle Stürmer auf dem Feld in den Schatten stellte. Der "Kicker" schwärmte: "Es gibt wohl wenige Fußballer, sogar in Europa, die so ungewöhnlich variantenreich alle Register des Fußballs zu ziehen vermögen: die absolute Balltechnik, der Antritt am Flügel, das Rochieren in die Mitte, das Ballschleppen nach Verbinderart, das Dasein, wenn Tore locken, das direkte Kombinieren, das Dribbeln und - das Toremachen. Klodt ist das Gegenstück zu Matthews."

Das 3:0 (80.) war Manfred Kreuz vorbehalten. Er setzte sich an der rechten Strafraumhälfte durch, dribbelte in die Mitte und knallte das Leder ins linke Eck. Die siebte Deutsche Meisterschaft der Schalker war perfekt.

Schalke 04 - Hamburger SV 3:0 (2:0)

Schalke: Orzessek, Sadlowski, Brocker, Borutta, O. Laszig, Karnhof, Kördell, Siebert, Koslowski, Kreuz, B. Klodt

HSV: Schnoor, Klepacz, Schlegel, Meinke, Posipal, Werner, Reuter, Piechowiak, Seeler , Stürmer, Krug

Tore: 1:0 B. Klodt (5.), 2:0 B. Klodt (29.), 3:0 Kreuz (80.)
Zuschauer: 80.000
SR: Dusch

       
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