19.05.2004: Vor drei Jahren gab es das größte Drama der deutschen Fußball-Historie

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Nach einer hervorragenden Saison stand der FC Schalke 04 am 19. Mai 2001 kurz vor der Verwirklichung eines Traums - der achten deutschen Meisterschaft. Am letzten Spieltag wurde die Spielvereinigung Unterhaching im heimischen Parkstadion nach einem 0:2-Rückstand mit 5:3 besiegt. Doch "höhere Mächte" sorgten dafür, dass die Königsblauen sich mit dem Titel "Meister der Herzen" begnügen mussten. Ein Drama war es vor allem deshalb, weil...

  • die Knappen in dieser Saison von allen Bundesligisten die meisten Tore geschossen und die wenigsten kassiert hatten;
  • 43 Jahre ohne deutsche Meisterschaft für den siebenmaligen Champion eigentlich genug waren;
  • Schalke mit Ebbe Sand (wurde mit 22 Treffern Torschützenkönig) und Emile Mpenza das gefährlichste Sturm-Duo Deutschlands besaß;
  • Bayern München in Hamburg (Endstand - 1:1) 90 Minuten lang destruktiven Fußball bot;
  • Schiedsrichter Markus Merk nach 91 Spielminuten und 9 Sekunden hätte abpfeifen sollen. Für die Verzögerungen im Spiel hatten die Bayern gesorgt;
  • Ein TV-Reporter im Parkstadion fälschlicherweise verbreitete, die Partie in Hamburg sei zu Ende, Schalke also Deutscher Meister. Hoffnungen, Wünsche und Träume von Millionen von Schalke Fans gingen in diesem Moment vermeintlich endlich in Erfüllungen gingen;
  • der HSV-Verteidiger Ujfalusi lediglich dem Bayern-Angreifer Sergio den Ball vom Fuß spitzelte und ihn nicht absichtlich zurückspielte - ein Freistoß wegen Rückpasses also mehr als zweifelhaft war;
  • Sagnol Hamburgs Torhüter Mathias Schober bei besagtem indirekten Freistoß, den Patrik Andersson zum 1:1 verwandelte, regelwidrig festhielt;
  • die Schalker Anhänger nach der Partie den richtigen Ton trafen: "Walk on, walk on, with hope in your heart and you´ll never walk alone!";
  • 15.000 Anhänger fünf Tage nach dem dramatischen Ligafinale zum Donnerstagstraining kamen und mit ununterbrochenen Anfeuerungsrufen eine Gänsehaut-Atmosphäre kreierten;
  • DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder seitdem mit dem Vorwurf leben muss, er habe sich mit den Bayern gefreut.

Warum diese Unterstellung eigentlich nicht gerechtfertigt ist, dazu weitere bisher unveröffentlichte Details sind nachzulesen in der mitreißenden Analyse - inklusive Sekundenprotokoll! - im Jubiläumsbuch "100 Schalker Jahre, 100 Schalker Geschichten".

       
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