29.05.2004: Vor 33 Jahren erlebte Reinhard Pfeifer sein Liga-Intermezzo

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100 Schalker Jahre: 1.200 Monate, über 36.500 Tage, mehr als 876.000 Stunden oder knapp 53 Millionen Minuten ein Potpourri aus Erfolgen, Tragödien und Leidenschaft. 28 Minuten davon gehören Reinhard Pfeiffer. Der damals 19-Jährige schnupperte am 29. Mai 1971 knapp eine halbe Stunde Bundesliga-Luft.

Es war der vorletzte Spieltag: Heimspiel gegen den 1. FC Köln in der Glückauf-Kampfbahn. Klaus Fischer stand wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung, Hans Pirkner blieb unter seinen Möglichkeiten und wurde zur Halbzeit ausgetauscht. Für den österreichischen Nationalspieler kam ein Jungprofi, der im Sommer 1970 vom TuS Altrip SV (Vorort von Ludwigshafen) ins Ruhrgebiet gewechselt war - Reinhard Pfeiffer.

In der 46. Minute betrat der Angreifer das Feld, bereits 28 Minuten später holte ihn Trainer Slobodan Cendic wieder vom Platz. "Nee, verletzt war ich nicht", berichtete Pfeiffer später in einem Interview in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "War wohl nicht so gut."

Der Bub aus der Pfalz erkannte, dass er an Fischer, Libuda und Scheer nicht vorbeikommen würde, und löste im Sommer 1971 seinen Vertrag auf. Noch ein Jahr kickte er beim Karlsruher SC, ehe sein Knie ihm einen Strich durch die Rechnung machte. Pfeiffer musste bereits mit 20 Jahren seine Karriere beenden. 1972 ging Pfeifer zurück in seinen erlernten Beruf als Werkzeugmacher.

Aufmerksam geworden waren die Knappen auf Pfeifer, als die A-Jugend vom TuS Altrip 1970 Deutscher Vize-Meister der A-Jugend wurde, erst im Endspiel mit 2:3 an Hertha Zehlendorf scheiterte. Pfeifer schoss die Tore, während der spätere Nationalspieler Manfred Kaltz hinten die Abwehr stabilisierte.

Günter Siebert entdeckte schließlich den talentierten Stürmer und lotste ihn an die Glückauf-Kampfbahn. Von den 40.000 Mark, die Schalke für den 18-Jährigen zahlte, gönnte sich sein Heimatverein eine Flutlichtanlage. In Gelsenkirchen nahm sich die Familie Beverungen dem Teenager an. Zusammen mit Klaus, der ebenfalls Jung-Profi bei den Knappen war, teilte er sich ein Zimmer. Dass seine Karriere so abrupt endete, hat ihn nicht schwermütig werden lassen. Pfeiffer: "Es ist doch nur Sport."

FC Schalke 04 - 1. FC Köln 2:2 (0:0)

Schalke: Nigbur, Senger, Rüssmann, Fichtel, Sobieray, Pirkner (46. Pfeiffer/74. Pohlschmidt), Lütkebohmert, Fischer, van Haaren, Scheer, Libuda

Köln: Manglitz, Kowalski, Cullmann, Claasen, Hemmersbach, Rupp, Simmet, Löhr, Kapellmann, Overath, Parits

Tore: 0:1 Overath (48.), 0:2 Rupp (67.), 1:2 Libuda (82.), 2:2 Rüssmann (85.)
Zuschauer: 5.000
SR: Niemann

       
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