31.05.2004: Vor 45 Jahren verließ Meistertrainer Frühwirth die Knappen

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Ähnlich lang wie er waren nur Hans "Bumbas" Schmidt, Fritz Szepan und Huub Stevens Trainer auf Schalke. Als Edi Frühwirth am 31. Mai 1959 den Verein verließ, lagen fünf erfolgreiche Jahren hinter den Knappen. Der Österreicher führte Schalke ins DFB-Pokalfinale 1955 und gewann drei Jahre später die siebte Deutsche Meisterschaft.

Frühwirth, bis zum Sommer 1954 für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes zuständig, kam im Juli an den Schalker Markt. Der "Preuße aus Wien" löste Fritz Szepan ab, der als Trainer zu Rot-Weiß Essen ging. Frühwirth war ein Taktiker, der zwar Wert auf diszipliniertes und hartes Training legte, der jedoch menschliche Wärme nicht vermissen ließ. Mit einer natürlichen Autorität versehen, führte er lange Einzelgespräche mit seinen Spielern und fiel immer wieder durch innovative Ideen (Ernährungstipps, Trainingspläne usw.) auf.

Selbst nur ein mittelmäßiger Profi bei verschiedenen Vereinen in Wien, schlug Frühwirth bereits mit 30 Jahren eine Trainer-Karriere ein. Er coachte unter anderem Admira Wacker und war für die österreichische Nationalmannschaft verantwortlich, ehe er ins Ruhrgebiet wechselte.

Der erste Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schalke zog 1955 ins DFB-Pokalfinale ein, dass die Mannschaft allerdings nach einer 2:1-Führung noch mit 2:3 gegen den Karlsruher SC verlor. Ein Jahr später waren es erneut die Badener, die der Frühwirth-Elf den Triumph verwehrten. Der KSC verhinderte in der Endrunde mit einem 3:2 ein Finale zwischen Schalke und Borussia Dortmund.

1958 war es dann endlich so weit. Die Saat - Frühwirth bildete eine Reihe von Talenten aus - ging auf. In Hannover wurde die Truppe um Kapitän Berni Klodt mit einem 3:0 über den Hamburger SV Deutscher Meister.

Schalke vertrat somit Deutschland im Europapokal der Landesmeister. Der Einzug ins Viertelfinale war ein respektables Resultat. Schließlich hatten die Knappen mit den Wolverhampton Wanderers den englischen Titelträger ausgeschaltet, ehe sie an Atletico Madrid scheiterten.

Die Punktspiele in der Oberliga verliefen hingegen enttäuschend. Am Ende der Saison musste Edi Frühwirth gehen. "Wir haben lange genug Wiener Schnitzel gegessen", kommentierte Ernst Kuzorra in seiner unnachahmlichen Art den Abgang.

       
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