03.06.2004: Vor 64 Jahren wurde Heinz van Haaren geboren

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Seine Flanken trugen wesentlich zum Erfolg der Schalker Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre bei. Heinz van Haaren, der am 3. Juni 1940 in Marl geboren wurde, war Regisseur der legendären 72er Mannschaft, die den DFB-Pokal gewann und in der Bundesliga Platz zwei belegte.

Der gelernte Linksaußen absolvierte zwischen 1964 und 1972 insgesamt 249 Bundesligaspiele und erzielte dabei 32 Tore. Für Schalke 04 lief er im Oberhaus 126-mal (10 Treffer) auf, 123 Partien bestritt er für den MSV Duisburg, bei dem seine Karriere im bezahltem Fußball begann.

Über den VfL Drewer (Jugend), die SpVgg Marl und den TSV Marl-Hüls kam van Haaren 1964 zu den Zebras. Schnell wurde er zu einer festen Größe in der Mannschaft, die 1966 ins Pokalfinale einzog. Dort musste der Mann, der den entscheidenden Pass ähnlich genial beherrschte wie Günter Netzer, jedoch den Kürzeren ziehen. Seine Mannschaft unterlag den Bayern aus München: Eine Erfahrung, die er drei Jahre später noch einmal machen musste.

Dieses Mal indes im Trikot der Schalker, das er ab Sommer 1968 trug. Wieder war das Team um Franz Beckenbauer der Gegner, wieder gab es eine bittere Niederlage. Kleiner Trost: Durch die Meisterschaft der Bayern durfte Schalke 04 im Europapokal der Pokalsieger antreten. Hier wirkte van Haaren in allen acht Begegnungen bis zum Halbfinale mit, wo Manchester City Endstation war.

Für den jungen Torjäger Klaus Fischer war van Haaren eine der Führungspersönlichkeiten einer begeisternden Mannschaft: "Er war vielleicht nicht der Schnellste, aber er hatte sehr viel Ruhe am Ball und ein unheimlich gutes Auge." Klaus Fichtel bezeichnet ihn als "heimlichen Kapitän der Mannschaft, den eine ungeheure Laufbereitschaft auszeichnete".

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verließ der gelernte Maschinenschlosser 1972 die Bundesliga. Nicht zuletzt wegen des Bundesliga-Skandals - van Haaren stand beim "verkauften" 0:1 gegen Bielefeld am 17. April 1971 auf dem Platz - wechselte der Mittelfeldspieler zusammen mit Stan Libuda zu Racing Straßburg. Dort endete seine aktive Laufbahn.

Wie alle anderen zwölf Schalker Spieler, die gegen die Arminia mitwirkten, wurde van Haaren vom DFB gesperrt, obwohl er noch heute seine Unschuld beteuert. Aus diesem Grund hat er nie ein Gnadengesuch in Frankfurt eingereicht. "Ich hatte nichts gemacht. Wofür sollte ich mich also begnadigen lassen?"

Heinz van Haaren kehrte 1973 ins Ruhrgebiet zurück. Noch ein paar Jahre kickte er bei verschiedenen Amateurclubs, ehe er Ende der 70er Jahre Jugendtrainer bei Schalke 04 wurde. Auch dies mit Erfolg. 1978 führte er die B-Jugend zur Deutschen Meisterschaft. Fußball wurde allerdings zum Hobby, van Haaren begann eine Ausbildung zum staatlich geprüften Masseur. Ein Beruf, den er noch heute ausübt.

Dass van Haaren nie in die Nationalmannschaft berufen wurde, hatte auch etwas mit seiner Staatsangehörigkeit zu tun. Obwohl im westfälischen Marl geboren, besitzt er einen niederländischen Pass. Seine Großeltern vererbten ihre Staatsangehörigkeit auf van Haarens Eltern und die wiederum auf Sohn Heinz. Und um bei der Familientradition zu bleiben: Sohn André, der den gleichen Beruf wieder der Vater ergriffen hat und als Physiotherapeut für die Amateure von Schalke 04 im Einsatz ist, ist ebenfalls Holländer.

       
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