20.06.2004: Vor 67 Jahren wurde Schalke zum dritten Mal Meister

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Die Schalker Vereinsfamilie fieberte diesem Endspiel am 20. Juni 1937 entgegen. Nach der gewonnenen Meisterschaft 1935 verloren die Knappen zwei Pokalfinals in Serie. Erst unterlagen sie dem 1. FC Nürnberg, im Januar 1937 hieß der Sieger VfB Leipzig. Zudem schieden die Königsblauen im Meisterschaftsrennen 1936 bereits im Halbfinale (0:2 gegen Nürnberg) aus. Gegen den Club wollten sie sich endlich für die titellose Zeit revanchieren. Die Mission gelang - dank Fritz Szepan.

Er war als Mittelläufer Dreh- und Angelpunkt des Schalker Spiels. Er fing die Angriffe der Süddeutschen ab und leitete die Offensiv-Bemühungen der Westdeutschen ein. Dabei war Szepan zu Beginn des Spiels gar nicht als zentraler Mann im Mittelfeld vorgesehen.

Mittelläufer Ötte Tibulsky verletzte sich am Kopf und musste einige Zeit behandelt werden. Trainer Hans "Bumbas" Schmidt war gezwungen, die Aufstellung zu ändern. Tibulsky spielte fortan Rechtsaußen, Ernst Kalwitzki agierte auf Halbrechts, und Szepan rückte auf Tibulskys Position.

Die Umstellung schadete Schalkes Angriffsbemühungen nicht. Ganz im Gegenteil: Szepan konnte nun im Mittelfeld dirigieren und seine Stürmer gekonnt in Szene setzen. Zählbarer Erfolg stellte sich in der 26. Minute ein: Ernst Pörtgen wurde von Ernst Kuzorra freigespielt und brachte den Ball in die Mitte, wo Adolf Urban am Elfmeterpunkt wartete und keine Mühe hatte, den Keeper der Nürnberger zu überwinden - 1:0.

Das Spiel der Franken war zu durchsichtig. Immer wieder versuchten die Cluberer, durch die Mitte zum Erfolg zu kommen. Die Jungs aus dem Kohlenpott störten geschickt und hatten auf der anderen Seite eine Reihe von Möglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. Mit einem knappen Vorsprung der Schalker gingen die Akteure in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Westdeutschen auf den zweiten Treffer. Zweimal verhinderte die Latte die vorzeitige Entscheidung. Nach einer Stunde stand Schiedsrichter Birlem im Mittelpunkt des Geschehens. Der Nürnberger Sepp Schmitt "senste" Kalwitzki vor der Gegentribüne um. Der Schalker musste vom Platz getragen werden. Und auch Schmitt verließ in der gleichen Minute das Feld, Birlem hatte ihm die rote Karte gezeigt.

Kalwitzki hingegen konnte nach sechs Minuten Behandlungszeit wieder mitwirken und stellte in der 81. den Endstand her. Er dribbelte durch die Club-Abwehr, ließ Torwart Köhl aussteigen und schob zum 2:0 ein. In den Schlussminuten hatten die Knappen weitere Möglichkeiten, das Ergebnis eindeutiger zu gestalten. Da aber Urban nur den Pfosten traf, und Kuzorra den Ball knapp neben das Tor setzte, blieb es beim 2:0-Erfolg.

FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Schalke: Klodt, Bornemann, Schweisfurth, Gellesch, O. Tibulsky, Berg, Kalwitzki, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, Urban.

1. FC Nürnberg: Köhl - Billmann, Munkert, H. Uebelein, Carolin, Oehm, Gußner, Eiberger, Friedel, Schmitt, J. Uebelein

Tore: 1:0 Pörtgen (26.), 2:0 Kalwitzki (81.)
Zuschauer: 101.000
Schiedsrichter: Birlem

       
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