23.06.2004: Vor 69 Jahren gewann Schalke zweite Meisterschaft

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Das Finale um die Deutsche Meisterschaft 1935 offenbarte ein Problem der Knappen in der goldenen Ära des Schalker Kreisels. 55 Minuten lang dominierten die Knappen an diesem 23. Juni die Partie im Müngersdorfer Stadion gegen den VfB Stuttgart, dann jedoch ließen sie im Gefühl des sicheren Sieges nach. Vor 69 Jahren ging es jedoch letztendlich gut: Die Königsblauen siegten mit 6:4.

Am Ende setzte sich die größere individuelle Klasse durch. Angeführt vom dreifachen Torschützen Ernst Pörtgen und dem schnellen und trickreichen "Ala" Urban durfte das Team von Hans "Bumbas" Schmidt wie im Vorjahr die Meisterschaftstrophäe Viktoria mit nach Gelsenkirchen nehmen.

Ernst Kuzorra läutete vor 70.000 Zuschauern mit einem Lattenschuss in der 5. Minute eine stürmische Anfangsphase der Blau-Weißen ein. Keine sechzig Sekunden später war VfB-Keeper Oskar Kapp zum ersten Mal geschlagen: Urban schob nach einem Pass von Fritz Szepan die Kugel am Torwart vorbei ins Netz - 1:0 für Schalke.

Szepan war überall auf dem Feld zu finden. Der Mittelläufer führte gekonnt Regie. Dass es bis zur 36. Minute immer noch "nur" 1:0 für die Königblauen stand, hatten die Stuttgarter ihrer Abseitsfalle zu verdanken, die prächtig funktionierte. Neun Minuten vor dem Seitenwechsel schlug der haushohe Favorit jedoch zum zweiten Mal zu. Kuzorra brachte einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum, Pörtgen schaltete am schnellsten und nutzte ein Durcheinander vor dem VfB-Tor zum 2:0.

Das Spiel der Schalker wurde immer überlegener. Ecke in der 41. Minute: Kalwitzki flankte auf den Elfmeterpunkt. Dort stieg der lange Gellesch hoch und drückte den Ball zum 3:0 über die Linie.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Stuttgarter um, besser aus der Kabine indes kamen die Knappen. Die fortgesetzten Angriffsbemühungen zahlten sich in der 54. Minute aus. Kalwitzki bediente Pörtgen, der mit einem strammen Schuss das 4:0 erzielte.

Dann wurden die Schalker leichtsinnig, was die Stuttgarter umgehen bestraften. Eine Minute nach dem 4:0 verkürzte Bökle erst auf 4:1 und legte zwei Minuten später nach - 4:2.

Etwas unerwartet fiel das 5:2 (65.): Kalwitzki erlief einen Pass von Pörtgen, dribbelte in den Strafraum und schlenzte den Ball ins Netz. Allmählich kehrte die Ordnung ins Spiel der Gelsenkirchener zurück. Mittelläufer Szepan und die beiden Verteidiger Hans Bornemann und Hermann Nattkämper standen hinten wieder sicherer.

Während sich die Zuschauer bereits mit der Analyse des Spiels beschäftigten, überwand Koch Mellage zum 5:3 (78.). Die Freude der Stuttgarter währte allerdings nicht lange. Nur 60 Sekunden später stellte Pörtgen den alten Abstand wieder her. Zwar gelang Rutz nach einem Fehler von Mellage noch das 6:4 (86.), doch die Schalker brachten den Vorsprung ungefährdet über die Zeit.

FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 6:4 (3:0)
Schalke: Mellage, Bornemann, Nattkämper, O. Tibulsky, Szepan, Valentin, Kalwitzki, Urban, Gellesch, Pörtgen, Kuzorra
Stuttgart: Kapp, Seybold, Kotz, Rebmann, Buck, Hahn, Koch, Rutz, Haaga, Bökle, Lehmann
Tore: 1:0 Urban (6.), 2:0 Pörtgen (36.), 3:0 Gellesch (41.), 4:0 Pörtgen (54.), 4:1 Bökle (55.), 4:2 Bökle (57.), 5:2 Kalwitzki (65.), 5:3 Koch (78.), 6:3 Pörtgen (79.), 6:4 Rutz (86.)
Zuschauer: 74.000
SR: Best (Frankfurt/Main)

       
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