25.06.2004: Vor 52 Jahren wurde Jochen Abel geboren

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Elfmeter waren seine Spezialität: Jochen Abel (*25. Juni 1952) trat 22-mal in der 1. und 2. Bundesliga zu einem Strafstoß an - und verwandelte 22-mal. Der Torjäger aus Düsseldorf, der zwei Jahre für Schalke die Fußballschuhe schnürte, verfügte während seiner aktiven Zeit über einen satten Schuss und hatte Nerven wie Drahtseile. Nur nicht im DFB-Pokal ...

Dort zeigte "Mr. 100 Prozent" ungewohnte Schwächen vom Punkt. In der Zweitrundenpartie 1983/84 gegen den SC Charlottenburg scheiterte er in der 65. Minute am späteren Nationaltorwart Andreas Köpke, eine Runde später jagte er 180 Sekunden vor dem Abpfiff gegen den Karlsruher SC einen Elfmeter in den grauen Nachthimmel. "Ich kann mit nicht erklären, warum dies nur in diesem Wettbewerb passiert. In Bochum habe ich mir ebenfalls nur einen Fehlschuss geleistet - das war in einem Pokalspiel gegen Uerdingen", wunderte sich der Angreifer über die merkwürdige Statistik.

Noch heute ist er beim VfL Bochum der erfolgreichste Torschütze in der Bundesliga-Geschichte. 144 Spiele absolvierte er für den Reviernachbarn, erzielte 60 Tore. Abel, der je ein B- und ein Amateurländerspiel bestritt, war für sein geradliniges Spiel bekannt und verfügte über einen stark ausgeprägten Torriecher.

Qualitäten, die Manager Rudi Assauer nach dem Bundesliga-Aufstieg 1982 dazu bewogen, den gelernten Kfz-Mechaniker von der Castroper Straße ans Parkstadion zu lotsen. Richtig glücklich wurde er in seiner neuen sportlichen Heimat allerdings nicht. Zwar verpasste er in der Saison 1982/83 nur ein einziges Spiel, doch seine neun Treffer konnten nicht verhindern, dass der Verein zurück in Liga zwei musste.

Abel, der bei Fortuna Düsseldorf sein Bundesliga-Debüt gab und über Westfalia Herne zum VfL Bochum kam, blieb nach dem Abstieg den Knappen treu und hatte mit 14 Toren wesentlichen Anteil am erneuten Wiederaufstieg. Zudem schoss er Schalke in dem Jahr mit vier Toren bis ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Doch nicht zuletzt eine komplizierte Rückenverletzung sorgte dafür, dass Abel, der unter Ferner oft als Mann hinter den Spitzen auflief, in seinem zweiten Jahr auf Schalke oft nur als Joker zum Einsatz kam. Nach dem Wiederaufstieg wurde sein Vertrag nicht verlängert. Für ihn wurde Dieter Schatzschneider verpflichtet.

       
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