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13.07.2004: Vor 63 Jahren wurde Diethelm Ferner geboren

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Zählt man die 55 Zweitligaspiele dazu, saßen zu Bundesliga-Zeiten nur Huub Stevens und Ivica Horvat länger auf der Schalker Trainerbank als Diethelm Ferner (*13. Juli 1941). Der ehemalige Nationalspieler (zwei Einsätze) betreute in zwei Amtszeiten die Königsblauen - mit unterschiedlichem Erfolg.

1983 tauchte der Trainer, der seine Laufbahn beim VfB Bottrop begann, zum ersten Mal in Gelsenkirchen auf. In den 1970er Jahren hatte er zwei Jahre lang erfolgreich mit Rot-Weiß Essen gegen den Abstieg gekämpft und anschließend den FC St. Pauli in die Bundesliga geführt. Darüber hinaus coachte er Anfang der 80er Jahre fast drei Spielzeiten lang Hannover 96.

Manager Rudi Assauer sah in ihm genau den richtigen Mann für die verunsicherte Mannschaft. Er war weder ein Schweiger wie Siegfried Held noch ein Zampano wie Jürgen Sundermann. Dies waren seine Vorgänger, denen es nicht gelungen war, den Abstieg 1983 zu verhindern. Ferner sollte ein Team aufbauen, das den direkten Wiederaufstieg schaffen würde.

Die Mission klappte. Mit den Routiniers Dietz, Drexler und Abel sowie Neueinkäufen, die sich als Volltreffer erwiesen - Klaus Täuber steuerte 18 Tore zur Vize-Meisterschaft bei, der von Ferner aus Hannover mitgebrachte Bernd Dierßen schwang sich ohne Anlaufzeit zum Spielgestalter auf, und Michael Jakobs löste dauerhaft die Frage nach einem technisch versierten Linksverteidiger - war Liga zwei nur Durchgangsstation. Schalke war nach einem Jahr bereits wieder erstklassig. Einer blühte unter Ferner richtig auf: Olaf Thon debütierte als 17-Jähriger am 5. August 1983 im bezahlten Fußball.

Mit dem Riesentalent und dem besonnen Trainer brachen auf Schalke ruhigere, weil erfolgreichere Zeiten an. Das Auf und Ab zu Beginn der 80er Jahre mit je zwei Auf- und Abstiegen war vorbei. Ferner führte das Team behutsam, Thon wirbelte auf dem Platz, und Klaus Täuber sorgte für die nötigen Tore. Als Aufsteiger verpassten die Knappen mit Rang acht nur knapp. Der Europapokal schien wieder in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Doch nach einem Fehlstart in die Spielzeit 1985/86 kühlte das Verhältnis zwischen Trainer und Präsident merklich ab. Fenne bescheinigte seinem Fußball-Lehrer zwar gute fachliche und sachliche Arbeit, bemängelte aber fehlendes Charisma. An ihm machte die Vereinsführung die miesen Zuschauer-Zahlen fest.

Diethelm Ferner, der als Mittelfeldspieler 1965 mit Werder Bremen Deutscher Meister wurde, zog seine Konsequenzen aus der Präsidenten-Schelte. Er verkündete schon im Frühjahr 1986, dass er den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde. Für ihn wurde Rolf Schafstall verpflichtet - hinter dem Rücken von Manager Rudi Assauer.

Gut zwei Jahre später kehrte er zurück. Im Herbst 1988 löste Ferner Horst Franz ab, der nach dem dritten Bundesligaabstieg mit einem völlig neu zusammengesetzten Team einen kapitalen Fehlstart im Unterhaus produziert hatte - allerdings nur für 17 Spiele. Nach anfänglichen Erfolgen und ausgeglichenem Punktekonto zum Hinrundenende stürzten die Knappen in der Rückrunde als Tabellenneunzehnter dem Amateur-Fußball entgegen. Ferner wurde entlassen. Nachfolger Peter Neururer gelang mit einer Aufholjagd doch noch der Klassenerhalt.

       
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