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14.07.2004: Vor 74 Jahren wurde Ex-Schatzmeister Gatenbröcker geboren

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Ein guter Lotse zeichnet sich dadurch aus, dass er vor allem bei schwierigem Gewässer nicht die Flucht ergreift, sondern das Schiff sicher in den nächsten Hafen geleitet. Fred Gatenbröcker (*14. Juli 1930) gehörte zu dieser Gattung von integeren Menschen. Als Schatzmeister und Verwaltungsrat stand er Schalke 04 in den turbulenten 80er Jahren mit Rat und Tat zur Seite, ehe er 1989 einer kurzen aber schweren Krankheit erlag.

Bereits als Kind war Gatenbröcker vom Schalker Kreisel fasziniert. "Mit sechs Jahren hat mich mein Vater erstmals mit zur Glückauf-Kampfbahn genommen. Seitdem hat mich der Verein nicht mehr losgelassen." Es dauerte jedoch noch einige Jahre, ehe Gatenbröcker, der in der Jugend bei Heßler 06 Fußball spielte und Goldnadelträger des Vereins war, Mitglieder der Knappen wurde. 1970 trat er den Königsblauen bei, im April 1986 übernahm er das erste offizielle Amt. Unter Präsident Hans-Joachim Fenne wurde er in den Verwaltungsrat berufen.

Nach Günter Sieberts Rückkehr als 1. Vorsitzender wählten ihn die Mitglieder im Herbst 1987 zum neuen Schatzmeister und bestätigten ihn praktisch in diesem Amt, da er bereits seit dem Frühjahr nach dem Rücktritt von Dr. Ingo Westen kommissarisch die Kassengeschäfte geführt hatte. Gatenbröcker war ein Mann des Ausgleichs, der mit seiner ruhigen und besonnen Art manche Wogen glättete. Er hing an dem Verein und war stets bereit, Verantwortung zu übernehmen. Selbst in schwierigen Zeiten bot er seine Tatkraft an.

Als Schalke 04 nach dem Rücktritt von Siebert im Herbst 1988 führungslos und zunächst kein Bewerber in Sicht war, kandidierte er für das Amt des Präsidenten. Trotz der überraschenden Niederlage gegen Michael Zylka stellte er seine persönlichen Bedenken zurück und ließ sich erneut zum Schatzmeister wählen. Eine für den Verein sehr glücklich Entwicklung, denn Zylka bleib nur drei Tage im Amt. Anschließend führten Gatenbröcker und "Vize" Volker Stuckmann den Verein, ehe Günter Eichberg im Januar 1989 den Präsidenten-Stuhl erklomm.

Belastungen, die sich der damals 58-Jährige trotz seiner beruflichen Verpflichtungen antat. In der 50er Jahren als kleiner Bäckermeister mit einer Filiale angefangen, baute er ein Großunternehmen auf. Kurz vor seinem Tod beschäftigte Fred Gatenbröcker durch seine Backwerk-Kette "Stadtbäckerei" 300 Mitarbeiter. Zudem war er sehr aktiv in der Bäcker-Innung und gehörte als Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft an. Präsident Günter Eichberg würdigte ihn mit den Worten: "Mit ihm hat Schalke einen der Treusten verloren."

       
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