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16.07.2004: Vor 78 Jahren wurde Heinz Kwiatkowski geboren

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Ernst Kuzorra war sein Idol, doch mit Borussia Dortmund feierte er seine größten Erfolge. Heinz Kwiatkowski (*16.Juni 1926) war der Rückhalt der Schwarz-Gelben in der 1950er-Jahren. Dabei wuchs der Torwart in Gelsenkirchen auf und erlernte bei Westfalia Schalke sowie Schalke 04 das Fußballspielen.

Nach seiner Rückkehr aus der amerikanischen Gefangenschaft schloss sich der baumlange Schlussmann 1947 den Knappen an. "Für mich war es das Größte, als ich plötzlich mit den Helden meiner Jugendjahre, Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Ötte Tibulsky, Herbert Burdenski und Otto Schweisfurth in einer Mannschaft stand. Der Ernst war wie ein Vater zu mir."

Kwiatkowski löste Hans Klodt als Torwart der ersten Mannschaft ab und bestritt bis 1950 72 Oberligaspiele für Schalke 04. Über Rot-Weiß Essen ging es im Sommer 1953 zum BVB. Im Stadion Rote Erde stieg "Heini" Kwiatkowski zum Nationalspieler auf. Seine unspektakuläre und mannschaftsdienliche Spielweise hatte ihn in das Notizbuch von Bundestrainer Sepp Herberger gebracht.

Dabei zeichnete ihn in erster Linie seine Disziplin aus. "Talent allein ist zu wenig", so Kwiatkowski. "Zum sportlichen Erfolg gehört Fleiß, Fleiß und immer wieder Fleiß." Und Demut - zumindest wenn man in der Nationalmannschaft hinter Toni Turek und später Fritz Herkenrath die Nummer zwei war.

Kwiatkowski, der auf insgesamt vier Länderspiele kam, war für die DFB-Elf zweimal bei Weltmeisterschaften im Einsatz. 1958 stand er beim 3:6 im Spiel um Platz drei gegen Frankreich im Kasten. Vier Jahre vorher musste er die "taktische Meisterleistung" von Sepp Herberger ausbaden. Der Junge aus dem Pott war der bedauernswerte Schlussmann, der im Vorrunden-Spiel gegen Ungarn das Tor der Deutschen hütete. Die B-Elf, Herberger schonte eine Reihe von Stammspielern, ging gegen die Ost-Europäer mit 3:8 unter. "Die Ungarn konnten sich die Ecke aussuchen", erinnert sich Kwiatkowski mit Schaudern. "Ich war machtlos. Am Ende habe ich nur noch gebetet: Lieber Gott, lass es nicht zweistellig werden."

Erfolgreicher war "Heini" mit seinem Verein. Zweimal wurde er mit Dortmund Deutscher Meister (1956 und ´57), zudem gehörte er zum Kader des Teams, das 1965 den DFB-Pokal und ein Jahr später den Europapokal der Pokalsieger gewann. Für den BVB bestritt er 300 Oberliga- bzw. Bundesligaspiele.

       
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