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18.07.2004: Vor 45 Jahren wurde Michael Jakobs geboren

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Er war Diethelm Ferners "Mann für Sonderaufgaben im Mittelfeld und Abwehr". Michael Jakobs (*18. Juli 1959) flitzte fünf Spielzeiten lang die linke Schalker Außenbahn in der 80er Jahren hoch und runter. Der jüngere Bruder von Nationalspieler Ditmar Jakobs bestach in erster Linie durch seine disziplinierte Spielweise.

Coach Ferner wollte ihn unbedingt haben. 1983 sollte er die Knappen zurück in die Bundesliga führen und setzte bei dieser Mission vor allem auf die drei Neuzugänge. Torjäger Klaus Täuber kam von den Stuttgarter Kickers, Spielgestalter Bernd Dierßen nahm Ferner gleich von Hannover 96 mit, und Michael Jakobs wechselte vom Ruhr- zum Parkstadion.

Beim VfL Bochum hätte er weiter 1. Liga spielen können, doch er entschied sich aus zweierlei Gründen für eine Luftveränderung. Zum einen wollte Präsident Ottokar Wüst sein Gehalt erheblich kürzen, zum anderen sah er auf lange Sicht die bessere Perspektive bei den Königsblauen. "Erst wollen wir aufsteigen und dann in der Bundesliga für Furore sorgen", blickte Jakobs hoffnungsvoll in die Zukunft.

Beide Vorhaben konnten realisiert werden. Der Linksfuß verpasste nur ein Zweiligaspiel und hatte großen Anteil daran, dass Schalke 1984 der direkte Wiederaufstieg gelang. In der Folgezeit hielt der positive Trend an, sowohl beim Verein als auch bei Michael Jakobs. Am Ende der Bundesligaspielzeit belegte die Ferner-Elf Rang acht, was auch dem Flügelmann zu verdanken war, der einige Torvorlagen ein drei eigenen Treffer zum überraschend guten Abschneiden besteuerte.

Die Spielzeit 1987/88 indes verlief für beide Parteien äußerst unglücklich. Jakobs, der bei Rot-Weiß Oberhausen groß wurde und über Wattenscheid 09 und den MSV Duisburg zum VfL Bochum kam, konnte wegen Verletzungsproblemen nur 21 Einsätze bestreiten. Somit konnte auch er den dritten Abstieg der Knappen kaum verhindern.

Anschließend ging er zusammen mit Wolfgang Patzke, der schon bei Wattenscheid, Bochum und Schalke sein Mitspieler war, nach Berlin. Dort heuerten sie bei der Hertha an, mit der sie 1990 in die Bundesliga aufstiegen. Ein Jahr später wurde Jakobs Sportinvalide. Zusammen mit Patzke eröffnete er erst ein Reha-Zentrum, dann übernahmen die beiden den Fan-Shop "Alte Herthaner".

       
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