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22.07.2004: Vor 59 Jahren fand das erste Nachkriegsspiel statt

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Nur wenige Wochen nach der offiziellen Kapitulation der Deutschen und dem damit verbundenen Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai rollte der Ball im Ruhrgebiet schon wieder. Mit Genehmigung der englischen Besatzungsmacht trat Schalke in Wanne gegen eine Stadtelf aus Wanne-Eickel an und gewann 7:1.

Der Krieg hatte große Teile Gelsenkirchens zerstört, die Glückauf-Kampfbahn lag in Schutt und Asche. Aus den Zuschauer-Rängen hatten die Bomben der Alliierten große Blöcke herausgerissen, von der Tribüne stand nur noch das Stahlgerüst und der Rasen war überschwemmt, weil die nahegelegene Kläranlage defekt war.

Jeder aus der Schalker Vereinsfamilie war gefordert, und jeder tat das, was er am besten konnte. Und so versammelten Ernst Kuzorra und Fritz Szepan, beide fast 40, die verbliebenen Fußballer um sich: Hans und Berni Klodt, Ötte Tibulsky, Herbert Burdenski, Otto Schweisfurth, Heinz Hinz, Willi Dargaschewski, Paul Winkler, Willi Berg und Ernst Sontow.

Meistertorwart Heinz Flotho war nach Osnabrück zurückgekehrt, Rudi Gellesch (TuS Lübbecke, wohin später auch Hinz wechselte) und Ernst Kalwitzki (Preußisch Oldendorf) tauchten nicht mehr auf, ebenso Karl Barufka (VfB Stuttgart), der schon während des Krieges für Wilhelmshaven 05 - wo er stationiert war - spielen musste. Hans Bornemann, Walter Zwickhofer und Herrmann Eppenhoff befanden sich zu diesem Zeitpunkt immer noch in Kriegsgefangenschaft.

Mit diesem Restkader von prominenten Fußballern zogen die Schalker über die Dörfer. Während die Vereinsmitglieder die Glückauf-Kampfbahn wieder aufbauten, spielten die Akteure der ersten Mannschaft um dringend benötigte Materialien wie Zement, Steine oder Kalk.

Das Leben um den Schalker Markt kehrte langsam zur Normalität zurück, und bereits 1946 wurde in Essen der Westdeutsche Fußball-Verband als Nachfolger des WSV gegründet. Im März startete die Landesliga Westfalen, in deren Abschlusstabelle die Schalker schon wieder ganz oben standen.

       
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