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03.08.2004: Vor 82 Jahren bestritt Schalke sein erstes internationales Spiel
1922 gab es den Namen FC Schalke 04 noch nicht. Als TuS Schalke 1877 kickte man noch in der Emscher-Kreisliga, vom Ruhm der 1930er Jahre waren erst zarte Pflänzchen - Ernst Kuzorra spielte in der Jugend - zu sehen. Doch am 3. August wehte zum ersten Mal internationales Flair über den Schalker Markt: Der österreichische Pokalsieger WAF gab im Stadion an der Grenzstraße seine Visitenkarte ab.
Dabei war ursprünglich Wacker Wien als Gegner für das Spiel des Jahres vorgesehen. Das Team musste allerdings kurz vor dem großen Tag seine Zusage wegen "Passschwierigkeiten" zurückziehen. Nun war promptes Handeln angesagt, um die eigenen Fans nicht zu enttäuschen. Die Mission gelang, drei Tage vor der Begegnung wurde bekannt, dass der österreichische Pokalsieger "Wiener Association Football-Club" (WAF), der sich damals auf einer Freundschaftsspiel-Tour durch Holland befand, einspringen kann.
Die Erleichterung rund um den Schalker Markt war groß. Der österreichische Fußball besaß einen ausgezeichneten Ruf. So feierte die Nationalmannschaft eine Reihe von Erfolgen, und bereits 1924 führte der nationale Verband die erste Profi-Liga auf dem Kontinent ein.
WAF war zudem ein gleichwertiger Ersatz für den Sportclub Wacker Wien, verfügte das Team doch immerhin über fünf Nationalspieler. Wie stark die Elf war, bewies sie einen Tag vor dem Spiel gegen Schalke in Dortmund. Dort schlug die Auswahl die Alemannia mit 6:1.
Die Jungs vom TuS Schalke 1877 jedoch machten es den Österreichern nicht so leicht. Sie hielten gut mit, hatten eine Vielzahl von guten Möglichkeiten und gingen etwas unglücklich mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine. In Durchgang zwei wurden die Bemühungen der Gastgeber dann belohnt: Der 1:1-Ausgleich fiel.
Erst in der Schlussviertelstunde wurde deutlich, dass er sich bei den Schalkern um Amateure handelt und beim WAF um Halb-Profis. Bei den Hausherren schwanden die Kräfte, die Gäste siegten am Ende mit 2:1. Trotz der Niederlage lobte die "Gelsenkirchener Allgemeine" die hiesigen Kicker: "Die Gelsenkirchener Mannschaft hatte ihre Stärken im Torwart, Verteidigung und Innensturm und zeigte durchweg ein vornehmeres Spiel."
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