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04.08.2004: Vor 31 Jahren wurde das Parkstadion eingeweiht
Diesem Tag fieberte die Schalker Vereinsführung entgegen: Am 4. August 1973 öffnete zum ersten Mal das Parkstadion seine Tore. Zwar ging das Eröffnungsspiel gegen Feyenoord Rotterdam mit 1:2 verloren, doch Präsident Günter Siebert blickte optimistisch in die Zukunft. Nicht zuletzt wegen der 55.000 Zuschauer, die 580.000 Mark dem vom Bundesliga-Skandal gebeutelten Verein in die Kassen spülten.
"In zwei Jahren sind wir schuldenfrei", jubelte der Schalke-Boss, der wie viele andere begeistert von dem damals 70.298 Zuschauer fassenden Stadion war. Der Bau, der viereinhalb Jahre dauerte, kostete 56 Millionen Mark. Die Summe wurde von Stadt, Land und Bund zur Verfügung gestellt. Zum Dank an die Stadt, die den größten Batzen übernahm, trug die Mannschaft im Spiel gegen Feyenoord Rotterdam den Schriftzug "Gelsenkirchen" auf der Rückseite der Trikots.
An dem Aufdruck lag es sicherlich nicht, dass die Partie gegen den Weltcupsieger von 1970 verloren ging. Vielmehr war es Feyenoord-Akteur Peter Ressel, der mit zwei Treffern das Spiel entschied. Da das Vorspiel zwischen den B-Jugend-Teams von Schalke 04 und dem 1. FC Köln 0:0 ausging, war Ressels Treffer zum 1:0 (8.) das erste Tor im Parkstadion.
Den Namen erhielt die Anlage durch einen öffentlichen Aufruf von Stadt und Verein. Die Fans und Freunde des Vereins wurden aufgefordert, Vorschläge einzureichen. Es gewann Hubert Rosiejak, der die Formulierung "Parkstadion" ins Spiel brachte. Hintergrund der Entscheidung: Grundidee der Stadion-Konzeption war, dass das Bauwerk in ein parkähnliches Areal eingebettet wurde. Dabei orientierte sich der Architekt Horst Klement stark am Münchner Olympiastadion.
Während die Vereinsführung vor allem die finanziellen Möglichkeiten der neuen Heimat bewunderten, schlug Schalke-Idol Ernst Kuzorra kritische Töne an. "45 Jahre wurde in der Glückauf-Kampfbahn gehext und gezaubert. Damit ist der Fußball in Schalke tot."
Im Laufe der Jahre lieferten sich Freunde und Gegner der riesigen Betonschüssel einige hitzige Diskussionen. Architekt Klement bemerkte wenig sentimental: "Ich wollte den Betonklotz sowieso nicht haben." Manager Rudi Assauer kritisierte den fehlenden Komfort. Der ehemalige Eurofighter und jetzt Teammanager Andreas Müller schränkte allerdings ein: "Wenn das Wetter schön war, war es ein traumhaftes Stadion."
Seine nackten Zahlen jedenfalls sind beeindruckend: 19 Millionen Besucher zahlten in den 28 Jahren Eintritt, 854.545 Fans besuchten in der Spielzeit 1997/98 die Heimspiele der Knappen, 71.021 Zuschauer sahen im Parkstadion 1995 das 1:2 gegen Borussia Dortmund, 539 Schalker Pflichtspiele fanden dort statt, 38 Mal war die Schüssel ausverkauft, und die Statistik weist sieben WM- und EM-Partien, acht weitere Länderspiele, vier Leichtathletik-Meisterschaften und zwei Finalpartien um den DFB-Pokal aus.
FC Schalke 04 - Feyenoord Rotterdam 1:2 (0:1)
Schalke: Pabst, Klein, Sobieray, H. Kremers, Huhse, Beverungen, Budde, Holz, R. Abramczik (46. Ehmke), Scheer (63. Thiele), E. Kremers
Rotterdam: Treytel, Rijsbergen (37. van Daele), Schneider, Wery, Vios, Jansen, Boskamp, van Hanegem, Ressel, Schoenmaker (73. Booskyter), Kristensen
Tore: 0:1 Ressel (8.), 1:1 H. Kremers (78./Foulelfmeter), 1:2 Ressel (82.)
Zuschauer: 55.000
SR: Henning (Duisburg)
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