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07.08.2004: Vor 36 Jahren wurde Martin Max geboren

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Im Juli 2004 war endgültig Schluss. "Es geht nicht mehr. Meine Sprunggelenke spielen nicht mit. Ich kann keinen Leistungssport mehr betreiben", bedauerte Martin Max. Damit endete die erstaunliche Karriere eines Mannes, der oft unterschätzt und übergangen wurde, der aber dank seines unglaublichen Tor-Instinktes einer der erfolgreichsten Goalgetter der vergangenen zehn Jahre ist.

Den größten Erfolg verzeichnete der Strafraumspieler 1997. Mit dem FC Schalke 04 gewann er in Mailand den UEFA-Pokal. Wobei Max nicht nur das immens wichtige 1:0-Siegtor gegen Trabzonspor und dem 3:3 Ausgleich in der Türkei in der 2. Runde schoss, sein 1:0 Im Rückspiel gegen Brügge ebnete erst den Weg der Königsblauen ins Viertelfinale. Für Max ging mit dem Sieg im Giuseppe-Meazza-Stadion ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Schon als kleiner Junge war er Fan von Schalke 04.

Doch erst ein Umweg über den Niederrhein brachte ihn 1995 schließlich zu seinem "Lieblingsclub". Groß geworden bei Post Recklinghausen und dem FC 96 Recklinghausen, schnupperte der damals 20-Jährige bei Borussia Mönchengladbach 1989 zum ersten Mal Bundesliga-Luft. Für die Gladbacher war Max in sechs Jahren lediglich 22 Mal erfolgreich und entschloss sich nach dem Gewinn des Pokalfinales 1995, bei dem er nur auf der Bank saß, zu einem Wechsel. Er hatte eingesehen, dass er an Martin Dahlin und Heiko Herrlich nicht vorbeikam.

Bei den Knappen schien es zu Beginn so, als ob er endlich das große Glück gefunden hätte. Der Junge aus dem Pott, der in seiner Jugend als Schlosser "auf Zeche" gearbeitet hatte, bildete mit Youri Mulder ein effektives Duo. Die beiden schossen die Königsblauen 1996 in den UEFA-Pokal - die erste Europapokalteilnahme der Königsblauen seit 19 Jahren. Nach dem Triumph in Mailand jedoch begannen seine Aktien auf Schalke zu sinken. Verletzungen und Erfolglosigkeit machten dem Torjäger, der im polnischen Tarnowitz geboren aber in Recklinghausen aufgewachsen ist, zu schaffen. Zu allem Überfluss hatten ihn die Fans als Sündenbock für die missratene Spielzeit 1998/99 auserkoren.

Gefrustet von dem eigenen sportlichen Schicksal und der teilweise derben Kritik der Anhänger verließ er 1999 den Verein und heuerte beim TSV 1860 München an. Dort fand er seinen Torriecher wieder und wurde prompt im Jahr 2000 mit 19 Treffern Torschützenkönig. Dieses Kunststück gelang ihm zwei Jahre später erneut, dieses Mal reichten 18 Buden.

Trotz der beiden Auszeichnungen und insgesamt 126 Bundesliga-Toren taucht in der Vita von Martin Max lediglich ein Länderspiel auf. Im April 2002 wurde der Torjäger in einem Freundschaftsspiel gegen Argentinien sieben Minuten vor dem Ende eingewechselt. "Die Nationalmannschaft habe ich aus meinem Vokabular gestrichen", sagte Max im vergangenen Jahr, als er sich mit 20 Saisontreffern wieder für die DFB-Auswahl empfahl. Die Nicht-Nominierungen 2000 und 2002, als die jeweiligen Bundstrainer Ribbeck und Völler auf den Torschützenkönig verzichteten und Äußerungen von Bundestrainer Michael Skibbe hatten ihn verärgert. "Man fragt sich doch, ob Skibbe noch alle Tassen im Schrank hat, wenn er so einen Mist erzählt, dass er mich noch mal beobachten will, meine Laufwege studieren, und das nach 15 Jahren Bundesliga", schimpfte Max.

       
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