09.08.2004: Vor 67 Jahren wurde Hans Nowak geboren

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Vom Sturm-Talent bei Eintracht Gelsenkirchen bis zum PR-Chef von Puma: Hans Nowaks Karriere vollzog einige Richtungsänderungen, die so nicht geplant waren. Sieben Jahren seiner Laufbahn als Fußball-Profi verbrachte der Nationalspieler, der am 9. August 1937 in Gelsenkirchen geboren wurde, auf Schalke.

Im Jahr der bislang letzten Meisterschaft 1958 kam der damals 20-Jährige zu den Knappen. Der Angreifer bestach durch eine elegante Technik und einen gut ausgeprägten Torriecher. In seinem ersten Oberliga-Jahr kam er auf 13 Treffer in 16 Spielen. In der Rückrunden-Partie gegen Horst Emscher war er gar fünfmal erfolgreich. Die Anhänger auf der Tribüne waren begeistert und sangen: "Aber der Nowak lässt Schalke nicht verkommen..."

Kurze Zeit später passierte die erste unerwartete Wendung im Fußball-Leben von Hans Nowak. Ernst Kuzorra schlug Trainer Georg Gawliczek vor, den Stürmer umzuschulen. "Von da an sollte ich dann überraschend vorstoßen. So wurde ich zum ersten Offensiv-Verteidiger des deutschen Fußballs", erinnerte sich Nowak bei seinem 50. Geburtstag im Sommer 1987.

Die Veränderung war erfolgreich. 1961 bestritt er sein erstes von insgesamt 15 Länderspielen für die deutsche Nationalmannschaft. Sein schönstes Erlebnis war die WM-Teilnahme in Chile, bei der er zusammen mit seinen Schalker Kollegen Willi Schulz und Willi Koslowski zu dem Team gehörte, das bis ins Viertelfinale vorstieß und dort unglücklich der Auswahl von Jugoslawien unterlag.

1965 verließ er das Ruhrgebiet. Weil der Club damals sportlich abgestiegen war und erst nach Nowaks Entschluss sportpolitisch gerettet wurde, ließ er sich von Bayern-Manager Robert Schwan zum FC Bayern München locken. Er gab sein Fliesenfachgeschäft, das er sich als gelernter Industrie-Kaufmann in Essen-Kartenberg aufgebaut hatte, auf und wagte das Risiko, mit einer jungen, namenlosen Bayern-Truppe das Abenteuer Bundesliga zu bestehen.

Zwar konnte er mit den Roten eine Reihe von Titeln sammeln, zweimal wurde er DFB-Pokalsieger und war Mitglied des Teams, das 1967 den Europapokal der Pokalsieger gewann, aber Verletzungen verhinderten, dass er zu einer festen Größe in der Equipe von Coach Zlatko Cajkovski wurde. Ständige Beschwerden beendeten schließlich 1969, Nowak war inzwischen ein Jahr bei den Offenbacher Kickers unter Vertrag gewesen, die Profi-Karriere des zweifachen Familienvaters.

Der Junge aus dem Pott ging als Spielertrainer und danach ausschließlich als Übungsleiter zum FC Hochstadt, wo er einen Mann kennen lernte, der für die nächste unerwartete Kurve in seinem Lebensweg sorgte. Hochstadts Vorsitzender Karl Eyerkauffer, ein ehemaliger Leichtathlet und Repräsentant der Sportartikelfirma Puma, empfahl Nowak ins Stammhaus des Konzerns nach Herzogenaurach. Als Kaufmann sowie Trainer der vom Werk gesponserten Landesliga-Mannschaft des FC Herzogenaurach leistete er ganze Arbeit: Der Club stieg in die Bayern-Liga auf und er selbst wurde PR-Chef von Puma.

       
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