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18.08.2004: Vor 25 Jahren erzielte Dzoni sein erstes Bundesliga-Tor
Der Start war vielversprechend: Gleich bei seinem zweiten Bundesliga-Einsatz für Schalke 04 schoss Vilson Dzoni sein erstes Tor. Beim 1:1 gegen den FC Bayern München markierte der Kroate per Foulelfmeter den Ausgleich. Dzoni wurde im Ruhrgebiet heimisch und blieb elf Jahre lang. Sportlich indes gab es in der zweiten Saison einen Rückschlag.
Dzoni gehörte zur Mannschaft von Hajduk Split, die in den 1970er-Jahren in zehn Spielzeiten neun Landestitel (vier Meisterschaften, fünf Pokalsiege) holte. In der Saison 1978/79 wechselte er zu Dinamo Zagreb, wurde dort Jugoslawiens Fußballer des Jahres - und ein Fall für Schalke-Präsident Günter Siebert. Der verpflichtete im Sommer 1979 den damals 28-jährigen Vilson Dzoni zusammen mit Landsmann Mario Boljat.
Zwei Jahre lang spielte Dzoni für die Königsblauen. Doch nur seine erste Saison verlief den Erwartungen entsprechend. Als Achter beendeten die Knappen die Spielzeit. Zwischenzeitlich schien es sogar so, als könne man sich für den UEFA-Pokal qualifizieren. So erfolgreich die Mannschaft bisweilen spielte, so turbulent war das Umfeld. Gleich drei Trainer (Gyula Lorant, Dietmar Schwager und Fahrudin Jusufi) wurde in diesem Jahr auf Schalke "verschlissen", das Parkstadion mit freudlosen 1:0-Niederlagen leer gespielt, was ein großes Loch in die Vereinskasse riss und später Spielerverkäufe wie die von Rüdiger Abramczik, Rolf Rüssmann und Wolfram Wuttke notwendig machte.
Die Konsequenz: Nach der Spielzeit 1980/81 mussten die Knappen den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Dzoni, der im ersten Jahr auf der rechten Seite aufgeboten wurde, agierte in dieser Saison als Libero. Immer stellte er dabei sein großes Fußballverständnis und seine glänzende Technik unter Beweis, doch ein echter Rückhalt wie sein Vorgänger Klaus Fichtel konnte er der Abwehr nicht werden. Die Tragik des Vilson Dzoni zeigte sich ganz besonders am drittletzten Spieltag der Saison. Im Heimspiel gegen den direkten Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, den 1. FC Nürnberg, unbedingt gewinnen müssen. 1:1 stand es zur Halbzeit und in der zweiten Halbzeit war Dzoni mehr Mittelstürmer denn Abwehrchef, doch das erlösende Siegtor wollte ihm trotz seiner Bemühungen nicht gelingen. Dreimal traf er Pfosten oder Latte.
Anfang der 1980er-Jahre eröffnete der Kroate in Gelsenkirchens Innenstadt ein Restaurant, das "Drago-Steakhaus". Für Dzoni indes gab es nach dem Abstieg ein Jahr Fußballpause. Doch später kribbelte es wieder in den Füßen. Sein ehemaliger Trainer Fahrudin Jusufi, mittlerweile bei Wattenscheid 09, erinnerte sich an ihn. Fünf Jahre in der Nachbarstadt sollten folgen.
1987 hörte er mit fast 37 mit dem Profifußball auf. Er schnürte zwar noch eine Weile für den Oberhausener Bezirksligisten Sterkrade die Schuhe, kehrte jedoch 1990 in seine Heimat zurück.
Mit den Königsblauen feierte Dzoni 1997 ein Wiedersehen. Als die Knappen als amtierender Titelverteidiger in der ersten Runde des UEFA-Cups auf Hajduk Split trafen, fungierte Dzoni als Ansprechpartner auf Seiten der Kroaten. Und war sichtlich begeistert über das Wiedersehen mit dem Ex-Verein.
FC Schalke 04 - FC Bayern München 1:1 (0:1)
Schalke: Nigbur, Dzoni, Fichtel, Rüssmann, Kruse, Thiele, Boljat, Drexler, Berkemeier, R. Abramczik, Fischer
Bayern: Junghans, Weiner, Schwarzenbeck, Horsmann, Augenthaler, Dremmler, Kraus (48. Gruber), Dürnberger, Breitner, Janzon (46. D. Hoeneß), K.-H. Rummenigge
Tore: 0:1 K.-H. Rummenigge (9.), 1:1 Dzoni (73./Foulelfmeter)
Zuschauer: 68.000
SR: Linn (Altendiez)
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