23.08.2004: Vor 44 Jahren wurde Winfried Geier geboren

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Mit großen Erwartungen kam Winfried Geier (*23. August 1960) aus Herzogenaurach ins Ruhrgebiet. Er wollte auf Schalke Stammspieler werden. Und auch sein neuer Arbeitgeber erhoffte sich viel von dem Jugend-Nationalspieler (insgesamt 16 Einsätze für den DFB). Geier sollte in die Libero-Rolle von Klaus Fichtel hineinwachsen. Fußstapfen, die im Endeffekt zu groß für ihn waren.

In seinem ersten Jahr auf Schalke durfte er Lehrling sein. Er schaute sich viel von Klaus Fichtel ab, der dann 1980 für kleines Geld zu Werder Bremen ging. Fahrudin Jusufi, der zur neuen Saison Trainer wurde, hielt große Stücke auf Geier und wollte aus ihm gar einen neuen Franz Beckenbauer - Geiers fußballerisches Vorbild - machen. Der Versuch schlug fehl.

Zwar verpasste Geier in der Hinrunde lediglich zwei Begegnungen, doch mit der Zeit vertraute der Coach eher dem erfahrenen Vilson Dzoni als Abwehrchef. Allerdings konnten weder Geier noch der Kroate verhindern, dass Schalke mit 88 Gegentreffern zur Schießbude der Liga wurde und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die zweite Liga absteigen musste. Die Spielerverkäufe von Abramczik, Wuttke und Rüssmann konnten nicht abgefangen werden, Coach Jusufi war mit der Aufgabe überfordert.

Winfried Geier ging mit den Knappen ins Unterhaus des deutschen Profi-Fußballs. Mit 33 Einsätzen und vier Toren hatte er anschließend großen Anteil an dem Wiederaufstieg. Der in Poppendorf bei Bayreuth geborene Abwehrmann startete mit viel Selbstvertrauen in die Bundesliga-Spielzeit 1982/83, musste aber schnell erkennen, dass sowohl Siegfried Held als auch Jürgen Sundermann den Routinier Bernard Dietz als Libero favorisierten. Geier machte die meisten seiner 22 Spiele - insgesamt kam er auf 53 Bundesliga-Einsätze für Königsblau - auf der Außenverteidiger-Position.

Nach dem erneuten Abstieg 1983 kam es ganz bitter für den Industriekaufmann, der seine Lehre bei Sportartikelhersteller adidas absolviert hatte. Erst erlitt er einen Achillessehnenanriss, der ihn zu einer langen Pause zwang, dann war er bei Coach Diethelm Ferner nur noch zweite Wahl. 1984 ließ er sich reamateurisieren und wechselte zum FC Bamberg.

       
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