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30.08.2004: Vor 75 Jahren wurde Günter Wilmovius geboren
Fünf Jahre lang wetzte Günter Wilmovius (*30.08.1929) die Schalker Außenbahn auf und ab. In 70 Oberligaspielen zwischen 1951 und 1955 traf er 32 Mal das gegnerische Tor. Der Beau aus Röhlinghausen, der am 25. April 2001 verstarb, war auf der rechten Angriffsseite für das Team von Fritz Szepan derart wertvoll, dass sogar ein ganz großer Schalker für ihn Platz machte.
"Ein sehr eleganter und schneller Spieler, auch bei den Frauen auf Grund seines Aussehens sehr beliebt. In der Mannschaft war er ein umgänglicher Kumpel", erinnert sich Heiner Kördell an seinen einstigen Mitspieler. Kördell, Mitglied der Schalker Meistermannschaft von 1958, spielte mit dem Verstorbenen beim gemeinsamen Heimatverein Spielvereinigung Röhlinghausen.
Rückblick: 1951 wechselte Wilmovius als junges Stürmertalent nach Gelsenkirchen. Trainer Fritz Szepan fand schnell Gefallen am pfeilschnellen Angreifer und baute ihn gleich zu Saisonbeginn als Linksaußen in die Anfangsformation ein. Allerdings ereilte den Neuling schon früh der erste Rückschlag: Im vierten Saisonspiel musste der damals 21-Jährige seine Vorbereitung des 2:0 durch Berni Klodt über Borussia Dortmund teuer bezahlen. Beim anschließenden Zusammenprall mit BVB-Keeper Rau erlitt Wilmovius einen Schienbeinbruch. Kleiner Trost: Das Derby ging 3:0 für die Königsblauen aus.
Vier Monate später kehrte er zurück und schoss im ersten Jahr noch vier Tore für die Königsblauen. In den folgenden beiden Jahren entwickelte der Offensivspieler sein ganzes Potenzial. Mit 13 bzw. 11 Saisontoren gehörte er zu den torgefährlichsten Schalkern. Dazu trug in erster Linie Trainer Szepan bei, der die Mannschaft umgestellt hatte. Weil Wilmovius besser auf dem rechten Flügel zur Geltung kam, wechselte Berni Klodt, als Nationalspieler und Kapitän ein absoluter Führungsspieler, selbstlos auf die Linksaußenposition.
In der Saison 54/55 holte den Stürmer jedoch erneut das Verletzungspech ein. Wieder brach er sich das Bein, bereits zum dritten Mal in seiner Karriere. Ein wichtiges Tor gelang ihm noch für die Knappen: der Ausgleichstreffer beim 2:1-Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale bei Kickers Offenbach. Das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (4:3) am 18. September 1955 sollte sein letztes Spiel im blau-weißen Trikot gewesen sein.
Später führte sein Weg zu Werder Bremen, wo Günter Wilmovius seinen größten sportlichen Erfolg an alter Wirkungsstätte feierte. Im Endspiel um den DFB-Pokal siegten die Hanseaten in der Glückaufkampfbahn mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Neben Wilmovius standen mit Willi Soya und Helmut Jagielski zwei weitere Ex-Schalker in der Siegerelf der Bremer.
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