07.09.2004: Vor 45 Jahren wurde Thomas Kruse geboren

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Das Fußball-Leben schreibt manchmal seltsame Geschichten: Da schoss Thomas Kruse (*7.9.1959) in zehn Profijahren auf Schalke gerade mal drei Ligatore. Doch ausgerechnet im Spiel des Jahrhunderts, dem unvergessenen 6:6 gegen die Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale 1984, gelang ihm das ungemein wichtige 1:2. Abgesehen von dem Anschlusstreffer in der 13. Minute verrichtete der Abwehrspieler seine Arbeit auf Schalke eher unauffällig.

1974 kam der Junge aus dem Pott von seinem Heimatverein SC Recklinghausen nach Gelsenkirchen. Zwei Jahre später der erste sportliche Höhepunkt: Mit der A-Jugend der Knappen wurde er Deutscher Meister. Der Weg in die Profi-Abteilung war vorgezeichnet, in der Spielzeit 1978/79 spielte er unter Trainer Ivica Horvat zum ersten Mal in der Bundesliga. Ein Jahr später gelangen ihm seine einzigen beiden Bundesligatreffer. Die waren ebenfalls spektakulär. Ein Doppelpack des Rechtsverteidigers ermöglichte am 28. August 1979 einen - damals seltenen - 2:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC.

Spektakulär war es nicht, was er auf dem Platz ablieferte, doch zehn Jahre lang kämpfte sich Kruse immer wieder in die Anfangsformation. Zwischen 1978 bis 1988 absolvierte er 199 Erst- und 64 Zweitligaspiele - alle für Schalke. In dieser Zeit stieg er zweimal in die Bundesliga auf, musste allerdings auf der anderen Seite auch dreimal den bitteren Gang in Liga zwei antreten. Wobei er sich für den letzten Kellergang 1988 nicht verantwortlich fühlt: "Nach der Vorrunde standen wir auf einem Nichtabstiegsplatz. In der Rückrunde habe ich nur vier Spiele gemacht, meistens als Einwechselspieler."

Coach Horst Franz sortierte den damals 30-jährigen, der zweimal in der deutschen B-Nationalmannschaft und viermal in der U21 zum Einsatz kam, aus. Sein letztes Pflichtspiel für Schalke bestritt er am 23. April 1988 bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen den FC Homburg. Nach Schalke gab es zwar Angebote von Profi-Vereinen, doch dafür hätte der gelernte Kaufmann umziehen müssen. Das wollte er nicht. Er spielte noch ein Jahr beim Zweitligaabsteiger FC Remscheid und schließlich sechs Jahre in der Oberliga beim DSC Wanne-Eickel, wo ihm durch den damaligen Sponsor des Vereins auch eine berufliche Perspektive bei einer Entsorgungsfirma geboten wurde.

Thomas Kruse erwarb die Trainer-A-Lizenz und führte innerhalb von zwei Jahren die Verbandsligisten BW Post Recklinghausen und Eintracht Rheine in die Oberliga. Nach einem Engagement beim Verbandsligisten Westfalia Rhynern landete er 2001 wieder bei den Königsblauen, für die er seit ein paar Jahren in der Traditionsmannschaft aktiv ist. Er wurde C-Jugend-Trainer beim Bundesligisten. "Es macht mir großen Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten", sagt Kruse, der seit Sommer 2004 B-Jugend-Trainer vom ETB Schwarz-Weiß Essen ist und darüber hinaus die Fußballschule von Ingo Anderbrügge mit seinem Know-how unterstützt.

       
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