12.09.2004: Vor zehn Jahren brachte Helmut Kremers ein geflügeltes Wort in Umlauf

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Die Schalker Jahreshauptversammlung am 12. September 1994 ließ noch einmal die turbulenten 80er Jahre wieder aufleben. Gesucht wurde ein Nachfolger für Präsident Bernd Tönnies, der im Juli verstorben war. Zwei Kandidaten standen zur Auswahl, und die Wahl endete mit einer faustdicken Überraschung: Helmut Kremers wurde nach einer Rede gewählt, die alle nur wegen eines Satzes in Erinnerung behielten.

Geschäftsführer Peter Peters und Manager Rudi Assauer, den Günter Eichberg zurückgeholt hatte, favorisierten Volker Stuckmann für das Amt des Präsidenten. Doch der Rechtsanwalt präsentierte sich farblos, während sein Gegenkandidat mit einer flüssigen Bewerbungsrede, die einen populistischen Höhepunkt besaß, glänzte. "Damals, zu meiner Zeit, haben wir uns für die Spiele gegen Borussia Dortmund gar nicht umgezogen", schrie er ins Mikrophon. Die Mitglieder waren begeistert.

Volker Stuckmann vereinigte bei der anschließenden Wahl nur 739 Mitglieder auf sich. Der ehemalige Schalker Nationalspieler Helmut Kremers indes wurde mit 1129 Stimmen neuer Präsidenten des FC Schalke 04. Statt mit dem obligatorischen Vereinslied schloss die Versammlung mit Schmährufen gegen den BVB...

Doch schon bei der anschließenden traditionellen Nachfeier auf Schloss Berge merkten Beobachter den tiefen Riss, der durch die versammelte Vereinsführung ging. Tenor damals: Kremers soll von seinem Amt so schnell wie möglich zurücktreten. Ein Schritt, den er im Spätherbst vollzog. Die großen finanziellen Probleme des Vereins und der Druck der Geschäftsführung, die für den Verein eine neue Satzung vorbereitet hatte, brachten Kremers dazu, am 5. Dezember sein Amt niederzulegen.

       
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