13.09.2004: Vor 35 Jahren erzielte Hermann Erlhoff sein letztes Liga-Tor für Schalke

< September >

M

D

M

D

F

S

S

-

-

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

-

-

-

Drei Jahre lang war Hermann Erlhoff eine Bank in der Schalke Defensive. 75 Bundesliga-Spiele bestritt der Mittelfeldspieler zwischen 1967 und 1970 in Königsblau. Obwohl der Vertrag im Schalke im Sommer 1970 noch lief, verließ Erlhoff, der am 13. September 1969 sein letztes Tor für Schalke feiern konnte, den Verein. Differenzen mit Trainer Rudi Gutendorf waren der Grund, warum er sich Rot-Weiß Essen anschloss.

Erst im zweiten Anlauf kam der schussgewaltige Mann zum Club. 1966 absolvierte er ein Probetraining bei den Knappen, eine Verpflichtung scheiterte jedoch an einer Verletzung, die ihn in der Wechselzeit zu einer Pause zwang. Ein Jahr später wurden Trainer Fritz Langner und der damalige Vorsitzende Fritz Szepan auf Erlhoff aufmerksam, der in einem Freundschaftsspiel zwischen Schalke und dem TSV Marl-Hüls einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Für den TSV war er nur ein Jahr aktiv. Vorher kickte der 1,82-m-Mann zusammen mit Jürgen Wittkamp beim Verbandsligisten Spielvereinigung Herten und in der Jugend bei seinem Heimatverein SuS Westerholt-Bertlich. Im Rückblick räumt Erlhoff, der heute Mitglied in der Traditionsmannschaft von Schalke ist, ein: "Ich bin zu spät Profi geworden. Es war sehr langwierig, mich von der Kreisklasse über die Bezirksklasse, Verbandsliga und Regionalliga bis zur Bundesliga vorzuarbeiten. Da habe ich viel Zeit verloren."

Erlhoff (*22.12.1944) war bereits 22 Jahre alt, als er am 19. August 1967 sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse gab. Beim 3:4 gegen Borussia Mönchengladbach wurde er für den verletzten Heinz Pliska in der 33. Minute eingewechselt. Sein erster Gegenspieler war gleich ein ganz Großer: Er bewachte Günter Netzer und erhielt nach der Partie durchweg gute Kritiken.

Unter Günter Brocker wurde der gelernte Maschinenschlosser zum Stammspieler. Dass es nie zu einem Einsatz für den Deutschen Fußball-Bund gereicht hat, führt er selbst auf eine fehlende Fertigkeit zurück. "Von der Technik her habe ich viel mitgebracht. Aber ich war nicht der Schnellste." Aus diesem Grund gab es zwei Stürmer, gegen die er immer sehr ungern spielte: Jupp Heynckes und Ferdi Keller. "Die haben mich ganz schön frisch gemacht, weil ich keinen schnellen Antritt hatte."

Ungeachtet dessen wurde er bei den Rot-Weißen aus Essen ebenfalls Stammspieler. Für den Club an der Hafenstraße lief er 87 Mal (sieben Treffer) in der Bundesliga auf, dort jedoch überwiegend als Abwehrspieler. 1975 endete seine Spieler-Laufbahn, Erlhoff erwarb die Fußball-Lehrer-Lizenz und wurde Kotrainer bei RWE. Zwar rückte er nach Demission von Ivica Horvat bei den Rot-Weißen auf den Cheftrainer-Sessel vor, aber nach dem Abstieg 1977 aus der Bundesliga und einem 3:3 gegen ETB SW Essen in Liga zwei war sein Trainer-Ausflug in den Profi-Bereich beendet.

Er ging zum SV Holzwickede und coachte anschließend eine Reihe von Verein in der näheren Umgebung - u.a. den VfB Hüls und die Spielvereinigung Erkenschwick. Momentan trägt er die sportliche Verantwortung für die Kreisliga-Kicker von der SG Marl.

FC Schalke 04 - Eintracht Braunschweig 1:1 (1:1)

Schalke: Nigbur, Becher, Fichtel, Wittkamp, Rausch, Wüst, Neuser, Pirkner, Erlhoff, van Haaren, Libuda

Eintracht: Wolter, Grzyb, Lorenz, Polywka, Merkhoffer, Weiß, Dörfel, Maas, Elfert, Gersdorff, Gerwien

Tore: 1:0 Erlhoff (7.), 1:1 Gerwien (31.)
Zuschauer: 33.000
SR: Geng

       
Historisches Internetangebot des FC Schalke 04 | DatenschutzImpressum