16.09.2004: Vor 41 Jahren wurde Dietmar Roth geboren

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"Für uns ist Diethmar Roth ein unverzichtbarer Mann", erklärte Schalkes Manager Rolf Rüssmann im Frühling 1987 und betonte, dass der Abwehrmann auf der so genannten "schwarzen Liste" der Unverkäuflichen stehe. Ein paar Wochen später jedoch knickte der Vorstand ein, die finanziellen Probleme waren zu groß. Die Verbindung zwischen Schalke 04 und Dietmar Roth (*19.9.1963) wurde nach nur zwei Jahren wieder getrennt.

Dabei fing alles recht verheißungsvoll an. Im Sommer 1985 kam der U21-Nationalspieler vom Karlsruher SC ins Ruhrgebiet. Der Verteidiger, der schon bei den Badenern in 31 Spielen Bundesliga-Luft geschnuppert hatte, überzeugte durch seine Schnelligkeit und gute Zweikampfwerte. Trainer Diethelm Ferner war angetan von dem Abiturienten und machte ihn sofort zum Stammspieler. Schalke schloss die Saison nach Startschwierigkeiten als Zehnter ab.

Sein zweites Jahr auf Schalke startete vielversprechend. Rolf Schafstall hatte mittlerweile auf der Schalker Bank Platz genommen, die Mannschaft belegte nach dem achten Spieltag Rang sechs, und Roth hatte sich als Manndecker unentbehrlich gemacht. Mit der Zeit jedoch ging es mit dem Verein sportlich sowie finanziell bergab. Präsident Dr. Hans-Joachim Fenne drückte Rudi Assauer aus dem Amt, das Team fiel zu Beginn der Rückrunde auf den 14. Tabellenplatz zurück. Zu allem Überfluss wurde ein großer Schuldenstand bekannt, der je nach Quelle zwischen 5,2 und 9,3 Millionen Mark betrug.

Die Vereinsführung musste handeln. Die Frage war: Entweder veräußert man Rohdiamant Olaf Thon oder man lässt eine Reihe von Leistungsträgern ziehen? Günter Siebert und Co. entschieden sich für Variante zwei und verkauften u.a. Klaus Täuber, Uwe Wegmann, Bernd Dierßen und eben auch Dietmar Roth, der damals im Kader der deutschen Olympia-Mannschaft stand.

Nach 50 Bundesligaspielen (kein Tor) war also die Station Schalke Geschichte, es folgte Eintracht Frankfurt. In der Main-Metropole kickte Roth zehn Jahre am Riederwald, ehe er seine Karriere in Offenbach ausklingen ließ. Insgesamt brachte er es auf 318 Liga-Einsätze, bei denen er fünfmal ins gegnerische Tor traf. Sein größter Erfolg war der Pokalsieg mit den Hessen 1988, anschließend bewies er sowohl im Europapokal der Pokalsieger als auch im UEFA-Cup seine internationale Klasse.

       
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