19.09.2004: Vor 50 Jahren wurde Manfred Dubski geboren

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"Ich könnte mir gar nicht vorstellen, für einen anderen Club zu arbeiten. Mein Herz hängt einfach zu sehr an Schalke", sagt Manfred Dubski (*19.9.1954). Seit mittlerweile zwölf Jahren ist der gebürtige Bottroper in der Jugendarbeit der Königsblauen aktiv. Bis 2006 läuft sein Vertrag noch. Dabei steht schon jetzt fest: Der ehemalige Profi verkörpert wie kein Zweiter die Tugenden, die den Verein groß gemacht haben.

"Als ich elf Jahre alt war", erinnert sich Dubski, "hat mich ein Nachbar zum ersten Mal mit in die Glückauf-Kampfbahn genommen. Schon als Jugendspieler von Fortuna Bottrop war es mein großer Traum, für Schalke auflaufen zu dürfen. Ich bin froh, dass er später Wirklichkeit wurde."

Es war im Sommer 1972. Der 1,72 Meter große Kämpfer hatte bereits einige Einsätze für die deutsche Jugendauswahl auf dem Buckel, als er den Schalker Talentspähern auffiel. Den letzten Ausschlag für seine Verpflichtung gab das Spiel einer westdeutschen Jugendauswahl gegen die Schalke A-Jugend. Zwar gewannen die Knappen mit 4:3, Dubski allerdings glänzte durch seine Laufbereitschaft und Zweikampfstärke.

"Kaputt zu kriegen war der Manni nie", so ein Freund Ende der 70er Jahre im Schalker Kreisel. "Er hatte eine unwahrscheinliche Ausdauer und war wendig wie eine Katze. Probleme hat er nie gemacht." Trainer Horvat beobachtete die Entwicklung des jungen Mannes mit Wohlwollen und verhalf ihm am 14. Oktober 1972 zu seinem Debüt in der Bundesliga. Beim 3:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen wurde er in der 87. Minute für Klaus Scheer eingewechselt.

Gut sechs Jahre war Dubski Mitglied in der ersten Mannschaft. Lief in dieser Zeit 73 Mal in der Bundesliga auf und erzielte zwei Tore. Eines beim 5:2-Erfolg gegen Kaiserslautern am 11. Januar 1977 und das andere beim legendären 7:0-Triumph bei den Bayern in München am 9. Oktober 1976. Ein Jahr später wurde er an den MSV Duisburg ausgeliehen, wo er sofort Stammspieler wurde.

Sein zweiter Treffer für die Zebras gelang ihm ausgerechnet gegen seinen alten Verein. Er wurde zur Halbzeit der Begegnung am 9. Dezember 1978 von Trainer Rolf Schafstall für Rudolf Seliger eingewechselt und erzielte eine Minute vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer. Dubski: "Ich spielte damals auf Leihbasis für Duisburg und hatte gehofft, dass sich eine Rückkehr nach Schalke ergeben könnte. Aber leider hat das nicht geklappt. Schalke hatte damals ein Überangebot an guten Mittelfeldspielern."

Der Defensiv-Spezialist kickte bis 1982 an der Wedau und ließ anschließend seine Karriere bei Rot-Weiß Oberhausen ausklingen. 1992 schließlich führte der Weg des gelernten Drehers zurück zu seinem Lieblingsverein. Er heuerte bei den Knappen als Jugendtrainer an. Eine glückliche Fügung: Dubski war wieder zu Hause, und der Verein bekam einen ausgezeichneten Fußball-Lehrer.

Nicht nur, dass er das U-17-Team 2002 zur Deutschen Meisterschaft führte, von seiner Tätigkeit profitieren die Talente ungemein. "Eine seiner vielen Stärken ist", meint etwa Helmut Schulte, Sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung, "dass er sich sehr gut in die Situation der Talente hineinversetzen kann und das große Ganze der Nachwuchsarbeit immer im Auge behält".

       
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