20.09.2004: Vor sieben Jahren verwandelte Anderbrügge seinen letzten Elfmeter für Schalke

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Fast auf den Tag genau vier Monate nach dem Elfmeter-Krimi im Mailänder Guiseppe-Meazza Stadion, in welchem Schalke 04 den UEFA-Cup ins Ruhrgebiet holte, gab es den nächsten Strafstoß für die Knappen in der Bundesliga. Ingo Anderbrügge schnappte sich im Spiel gegen den Hamburger SV am 20. September 1997 wie selbstverständlich den Ball und versenkte ihn. Es war sein letzter Elfmeter für Schalke in der Liga.

Mit 20 verwandelten Strafstößen führt der schussgewaltige Linksfuß die Vereinsbestenliste in der Bundesliga-Geschichte an. Mit deutlichem Abstand folgen Klaus Fischer (10), Jörg Böhme (9) und Klaus Täuber (8). Weniger schmeichelhaft indes: Öfter als Anderbrügge (5) hat auch niemand verschossen. Den ersten Platz teilt er sich allerdings mit Nationalspieler Günter Herrmann, der bei acht Versuchen lediglich dreimal erfolgreich war. Auf den weiteren Plätzen: Klaus Fischer (4), Helmut Kremers und Jörg Böhme (je 3).

Seinen wohl wichtigsten Elfmeter schoss der Mann mit dem Nasenpflaster im UEFA-Cup-Endspiel 1997. Während er im Halbfinal-Hinspiel gegen Teneriffa noch Johan de Kock die Verantwortung überlassen musste - Anderbrügge hatte vorher in der Liga beim 4:0 gegen Duisburg und beim 1:1 gegen Bochum nicht getroffen - stellte er sich im Nervenspiel von Mailand der Herausforderung, als Erster anzutreten. Sein kraftvoller Hammer in die rechte Ecke bedeutete nicht nur das 1:0, sondern war laut Coach Huub Stevens die Vorentscheidung: "Ich hatte davor ein gutes Gefühl, und es war ein Signal für alle, als Ingo verwandelt hatte."

Abgesehen von dem Sieg in Mailand ist die Bilanz der Schalker in Elfmeterschießen eher durchwachsen. Zwar gewann die Pokalsieger-Mannschaft von 1972 den Thriller im Halbfinale gegen den 1. FC Köln und zwei Jahre vorher war das Team in der ersten Pokalrunde gegen den VfL Wolfsburg erfolgreich, doch nach dem Sieg in Mailand gingen die Schalker im Strafstoßschießen bei Pflichtspielen immer als Verlierer vom Platz. Sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA-Cup gab es jeweils zwei Niederlagen. 1999 unterlag die Mannschaft von Trainer Huub Stevens im Pokal Energie Cottbus, 2002 hatten die Bayern aus München in dem Wettbewerb mehr Glück. Dabei patzten die Königsblauen jeweils nur einmal: Gegen die Lausitzer versagten Nico van Kerckhoven die Nerven, Ebbe Sand hieß der Pechvogel gegen den Rekordmeister.

Im UEFA-Cup erwischte es die Königsblauen 1998 und 2003. Gegen Slavia Prag scheiterte Marco van Hoogdalem mit dem entscheidenden Elfer am tschechischen Keeper Cerny. Im Herbst 2003 bei Bröndby IF waren gleich drei Schalker nicht erfolgreich: Altintop schoss übers Tor, Tomasz Hajto und Anibal Matellan blieben an Torwart Zaza hängen.

FC Schalke 04 - Hamburger SV 2:2 (1:2)

Schalke: Lehmann, Latal, Goossens, Thon (24. Müller), Linke, van Hoogdalem (59. Anderbrügge), de Kock, Eijkelkamp (84. Kliouev), Büskens, Nemec, Wilmots

HSV: Butt, Zeyer, Dembinski, Cardoso, Gravesen, Salihamidzic, Schnoor, Fischer, Böger, Hollerbach (27. Jepsen) (89. Molata), Spörl

Tore: 1:0 Goossens (8.), 1:1 Dembinski (31.), 1:2 Salihamidzic (35.), 2:2 Anderbrügge (63./Foulelfmeter)
Zuschauer: 44.820
SR: Fröhlich

       
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