24.09.2004: Vor sieben Jahren ging es nach Kerkrade

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Das Rückspiel in der ersten Runde des UEFA-Cups 1996/97 war lediglich eine Pflichtaufgabe. Die Schalker hatten das Hinspiel mit 3:0 gegen Kerkrade gewonnen und konnten unbeschwert die Reise ins Nachbarland antreten. Am Ende sprang ein 2:2 heraus, ein Ergebnis, was den Einzug in die nächste Runde sicherte. Nicht das einzige Erfreuliche, was die Königsblauen aus Holland mitbrachten.

Für Schalkes Trainer Jörg Berger war die Partie im Stadion Op Kaalheide "das wichtigste Spiel, seit ich auf Schalke bin". Zum einen war mit seinen früheren Clubs Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln jeweils in der ersten Runde des UEFA-Cups Endstation, zum anderen erinnerte er nach dem Schlusspfiff an schlechteren Zeiten der Knappen. "Heute ist ein großer Tag für den ganzen Verein. Schließlich waren wir ja mal ganz unten." Was er zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte: Zehn Tage später wurde er beurlaubt. Für ihn kam ein Mann, der an diesem 24. September noch auf der anderen Trainerbank saß: Huub Stevens.

Und der musste miterleben, wie sein Team nach 16. Minuten in Rückstand geriet. Martin Max hatte uneigennützig auf David Wagner gepasst, der zum 1:0 für die Gäste nur noch einschieben musste. Im Anschluss war es Johan de Kock zu verdanken, dass die Gastgeber lediglich zum Ausgleichstreffer kamen. De Kock, der vor der Saison von Kerkrade ins Ruhrgebiet gewechselt war, bot eine starke Partie in der Defensive und bereitete zudem das 2:1 von Marc Wilmots vor. Drei Minuten später sorgte Tom Dooley mit einem Eigentor für den 2:2-Endstand.

Schalke war eine Runde weiter. Und gegen Trabzonspor trug Huub Stevens bereits den blau-weißen Trainingsanzug. Der Holländer trat am 8. Oktober die Nachfolge von Jörg Berger an. Im Übrigen nicht der einzige Protagonist aus Kerkrade, der in dieser Spielzeit den Weg nach Gelsenkirchen fand. Marco van Hoogdalem war ab dem 3. Januar 1997 ebenfalls ein Knappe.

Ein weiterer gelungener Holland-Import war ein Sitzkissen, was im Verlauf der Europapokal-Saison die Kapazität des Parkstadions erhöhte. Weil die UEFA nur eine reglementierte Anzahl von Stehplätzen zuließ, behalf sich Roda mit einem Trick. Man drückte den Fans in der Gästekurve einfach Schaumstoffunterlagen in die Hand - schon besaßen sie einen Sitzplatz. Schalke kopierte diese Idee. Die Genehmigung beim europäischen Fußball-Verband wurde eingeholt, so dass die "Sitzkissen" im Viertelfinalspiel gegen den FC Valencia zum Einsatz kamen. Statt 51.061 Zuschauer fasste das Parkstadion somit 56.834.

Roda JC Kerkrade - FC Schalke 04 2:2 (1:1)

Kerkrade: Hesp, Senden, van Hoogdalem, Roelofsen, van Haaren (75. Luijpers), van der Luer (77. Opdam), Ooijer, van der Heyden (36. Martens), Vurens, van Hout, Sibon

Schalke: Lehmann, Thon (74. Weidemann), Linke, de Kock, Latal, Nemec, Müller, Anderbrügge (46. Dooley), Büskens, Max, Wagner (46. Wilmots)

Tore: 0:1 Wagner (16.), 1:1 Vurens (26.), 1:2 Wilmots (72.), 2:2 Dooley (76., ET) Zuschauer: 9.000 SR: Puhl

       
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