05.10.2004: Vor 63 Jahren beendete Rudi Gellesch seine Nationalmannschaftskarriere

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Mit 20 Länderspielen gehört er noch immer zu den zehn Schalkern mit den meisten Einsätzen für den Deutschen Fußball-Bund. Rudi Gellesch feierte als Spieler mit den Knappen drei Meisterschaften sowie einen Pokalsieg, stand in der legendären Breslau-Elf und nahm an der WM 1938 in Frankreich teil. Am 5. Oktober 1941 endete seine Laufbahn in der Nationalmannschaft

Er war ein begnadeter Fußballer. Rudolf "Rudi" Gellesch (*1. Mai 1914) agierte meistens im Mittelfeld der Schalker Wunderelf in den 30er Jahren und tat dort viel für den Spielaufbau des legendären "Kreisels". An der Seite von Fritz Szepan glänzte er als Halbstürmer oder Außenläufer und feierte mit den Königsblauen drei Meisterschaften (1935, 1937 und 1939) sowie einen Pokalerfolg (1937). Beim ersten Schalker Titelgewinn 1934 ließ Trainer Hans "Bumbas" Schmidt Ala Urban für Gellesch spielen, 1940 erhielt er keinen Urlaub und 1942 war der gebürtige Gelsenkirchener an der Ostfront.

Bis 1944 bestritt Gellesch mehr als 180 Pflichtspiele für die Knappen, denen er sich 1926 angeschlossen hatte. Der damals 12-Jährige begann als Torwart, langweilte sich jedoch schnell auf der Position - die Schalker Jugend war den anderen Mannschaft meist haushoch überlegen - und wurde zum Angreifer umgeschult. Trainer Kurt Otto entdeckte ihn als 17-Jährigen für die erste Mannschaft, fortan war er aus der Formation um Kuzorra, Szepan und Co. kaum noch wegzudenken.

Mit 21 Jahren wurde Gellesch Nationalspieler. Zusammen mit Ala Urban debütierte er am 18. August 1935 gegen Luxemburg. Er nahm an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teil und wurde auch von Sepp Herberger berücksichtigt, als der nach dem enttäuschenden Abschneiden in Berlin den Auftrag erhielt, eine neue Nationalmannschaf zu formen. Bei der Geburtstunde der Breslau-Elf, dem 8:0 gegen Dänemark, stand er genauso auf dem Rasen wie Fritz Szepan und Ala Urban. Ein Jahr lang bleib das Team ungeschlagen, bei der WM 1938 in Frankreich hingegen versagte Deutschland. Durch politischen Druck, Deutschland war in Österreich einmarschiert, wurde die Mannschaft auseinandergerissen und mit Kickern aus der Alpenrepublik aufgefüllt. Im Achtelfinale schied das Team gegen die Schweiz aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlug es Gellesch nach Lübbecke in Westfalen. Er wurde Spielertrainer beim FC, die er bis die Westfalenliga führte. 1950 heuerte er für zwei Jahre bei Eintracht Trier an, ehe es ihn nach Nordhessen zog. Hessen Kassel war seine nächste Trainerstation (1952 bis 1955). Anschließend wurde er Verbandstrainer in Hessen, eine Aufgabe, die er bis zu seiner Pensionierung 1978 ausfüllte. Im Sommer 1990 verstarb Gellesch mit 76 Jahren in seiner Wahlheimat Kassel.

       
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