23.10.2004: Vor 63 Jahren wurde Heinz Pliska geboren

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Heinz Pliska (*23. Oktober 1941) lässt keine Zweifel an seiner fußballerischen Heimat: "Ich war noch ein echter Straßenfußballer. Wir haben damals in Rotthausen auf der Straße unsere Meisterschaften ausgespielt!" Drei Jahre lang (1965-68) kickte der gebürtige Gelsenkirchener in der Bundesliga für den FC Schalke 04, für den er 75 Spiele bestritt und zwei Tore erzielte.

Als er 1965 vom damaligen Zweitligisten Hamborn 07 nach Schalke wechselte, war die Not auf Schalke groß. Der Verein war sportlich abgestiegen, bekam erst kurz vor dem Saisonstart am grünen Tisch die Lizenz, weil Hertha BSC Berlin gegen die Statuten verstoßen hatte und zum Zwangsabstieg verdonnert wurde. Die Liga wurde von 16 auf 18 Verein aufgestockt, Schalke verblieb in der Spielklasse, hatte aber in der Zwischenzeit einige Nationalspieler verloren. Pliska stieß in die Lücke und absolvierte alle 34 Bundesligaspiele.

Obwohl er auch in den beiden folgenden Jahren zum Stamm gehörte, endete seine Zeit als Fußball-Profi bereits drei Jahre später. "Da war ich vom Pech verfolgt", erzählt der Gelsenkirchener, der mittlerweile Rentner ist. Zunächst warf ihn eine Adduktoren-Verletzung mit anschließender Operation zurück. Als er dann das Training wieder aufgenommen hatte, folgte der nächste Rückschlag. Pliska prallte im Training mit Norbert Nigbur zusammen und erlitt einen Bluterguss. Das sah zunächst gar nicht so schlimm aus, entwickelte sich aber fast zu einer Knochenhautentzündung.

"Damals bin ich in einem halben Jahr dreimal operiert worden", schildert der Kicker die Monate, die wenig später das vorzeitige Ende seiner Karriere als Profi bedeuteten. "Obwohl ich noch einen bis 1969 gültigen Vertrag hatte, wollte der Verein mich auf Grund meiner Verletzungen nicht mehr." Beide Parteien sahen sich vor dem Arbeitsgericht wieder, dort wurde der Vertrag dann im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst. "Für mich war das Thema Schalke danach abgehakt", war Pliskas Folgerung.

Er spielte anschließend zehn Jahre für den Zweitligisten SG Eintracht Gelsenkirchen, ehe er zu Hamborn 07 wechselte. Den Ärger der Eintracht über seinen Weggang bekam er schnell zu spüren. Der gelernte Former hatte einen Job bei einer der Eintracht nahe stehenden Firma erhalten, doch: "Nach meinem Wechsel musste ich plötzlich regelmäßig zur Mittagschicht", erinnert sich Pliska heute schmunzelnd an die kleine "Rache" seines Ex-Vereins. Nach seiner Schalker Zeit war er rund 30 Jahre bei den Stadtwerken Gelsenkirchen tätig.

Nach Beendigung seiner aktiven Spielerlaufbahn schnürte Pliska noch seine Schuhe für Erle 08, ehe er als Spielertrainer zu TuS Rotthausen zurückging. Es folgten Trainerstationen beim Landesligisten SV Byfang (Essen), RW Leithe und Eintracht Erle, ehe er bei RWW Bismarck seine letzte Trainerstation hatte. "Danach war Schluss, weil ich mit der Einstellung der Spieler nicht mehr klar kam", begründet Pliska.

       
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