24.10.2004: Vor sechs Jahren erzielte Kultstürmer Wolf sein erstes Bundesligator

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Er kam 18 Minuten vor dem Ende, sah und siegte. Zumindest war Sascha Wolf ab dem 24. Oktober 1998 für die meisten Schalke-Anhänger ein Begriff. Sein Joker-Tor fünf Minuten vor dem Ende bescherte den Königsblauen noch einen Punkt beim 2:2 in Rostock und ließ die Fans aufhorchen. Der 27-Jährige wurde anschließend Publikumsliebling.

Die Partie an der Ostsee war bereits der dritte Kurzeinsatz für Sascha Wolf in der Bundesliga. Der Vertragsamateur hatte in der Oberliga auf sich aufmerksam gemacht, wo er neun Tore für die Knappen erzielt hatte. "Sascha war einfach reif für einen Treffer", sagte Mannschaftskollegen Rene Eijkelkamp nach dem Schlusspfiff. "Als Stürmer sehe ich so etwas. Er gehört zu denen, die genau zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen."

Wolf ist ein Kind des Ruhrpotts, in Westerholt geboren, in Gelsenkirchen aufgewachsen und eine Lehre als Maschinenschlosser absolviert. Sicher kein begnadeter Techniker, aber mit viel Dynamik, Aggressivität und einem Torinstinkt ausgestattet, was ihm bei seiner Rolle als "Joker" zugute kam. Solche Typen schloss und schließt und man "auf Schalke" schnell ins Herz. Zumal dann, wenn sie wie Sascha Wolf treffen, wenn es darauf ankommt. Seine beiden Tore in der Rückrunde beim SC Freiburg (2:0) und wieder gegen Rostock (1:0) bedeuteten den vorzeitigen Klassenerhalt.

Im Sommer 1999 verließ er jedoch nach 14 Bundesligaspielen (3 Tore) den Verein. Mit Ebbe Sand und Gerald Asamoah hatte er starke Konkurrenz bekommen. Wolf sah ein, dass er gegen die beiden Angreifer keine Chance haben würde. Manager Rudi Assauer dazu: "Sascha ist jetzt 28. Obwohl er noch ein Jahr einen Vertrag bei uns hat, sind wir seinem Wunsch nachgekommen, sich einen Zweitliga-Club zu suchen. Wir werden ihm diese Chance nicht verbauen."

Es wurde zwar kein Zweitliga-Club, doch bei den ambitionierten Rot-Weißen aus Essen fühlte sich Wolf wohl. Er traf in vier Jahren Regionalliga 29 Mal das gegnerische Tor. Im Sommer 2004 war allerdings Schluss mit RWE. Zwar stieg das Team von Coach Jürgen Gelsdorf in die Zweite Bundesliga auf, doch in der Rückrunde kam Wolf nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz. Der Familienvater schloss sich dem Stadtrivalen ETB SW Essen an. Dort macht Wolf wieder das, was er am besten kann: Tore schießen. Mit acht Treffern führt er die interne Torschützenliste an.

Hansa Rostock - FC Schalke 04 2:2 (0:0)

Hansa: Pieckenhagen, Dowe (83. Holetschek), Ehlers, Weilandt, Lange, Pamic (87. Fuchs), Rehmer, Yasser, Gansauge, Majak, Neuville

Schalke: Schober, Eigenrauch, Müller (72. Wolf), Mulder (61. Max), van Kerckhoven, van Hoogdalem, Nemec, Mandirali (68. Latal), Held, Eijkelkamp, Büskens

Tore: 1:0 Pamic (64.), 2:0 Dowe (66.), 2:1 Max (81), 2:2 Wolf (85.)
Zuschauer: 16.000
SR: Kemmling

       
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