29.10.2004: Vor elf Jahren trauerte Schalke um Herbert Lütkebohmert

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Er war immer ein Kämpfer. Mit wehendem Blondschopf und herunterhängenden Stutzen ackerte Herbert "Aki" Lütkebohmert im defensiven Schalker Mittelfeld. Klaus Fischer profitierte von seinen Vorlagen, er selbst erzielte in 286 Bundesligaspielen immerhin 28 Tore und wurde 1972 mit den Knappen Pokalsieger. Seinen schwersten Kampf indes konnte er nicht gewinnen: Am 29. Oktober 1993 erlag er einem Krebsleiden.

"Er war auf seiner Position einer der besten in Deutschland", würdigte Rolf Rüssmann seinen Freund und ehemaligen Mannschaftskameraden. Aber um die internationale Krönung seiner Fußballer-Laufbahn brachte sich Lütkebohmert selbst. Durch seine Verwicklung in den Bundesligaskandal wurde er am 18. März 1973 für zwei Jahre gesperrt, im Januar 1974 begnadigt. "Ohne diese Sperre hätte ich ihn in die WM-Mannschaft geholt", erklärte Bundestrainer Helmut Schön damals.

So blieb der DFB-Pokalsieg 1972 der größte Erfolg des 1,77 m großen Dauerläufers. Er stand in der umjubelten Horvat-Elf, die mit herzerfrischenden Offensiv-Fußball in Hannover den 1. FC Kaiserslautern mit 5:0 schlug. Seine überragende Saison krönte er mit dem 3:0 in der 57. Minute.

Als jüngster Sohn von elf Kindern kam Herbert Lütkebohmert am 24. März 1948 in Heiden (Kreis Borken) auf die Welt. Bei der ortsansässigen Viktoria erlernte er das Fußballspiel, über den TuS Borken wurde er schließlich Vertragsamateur beim TSV Marl-Hüls. 1967 lagen ihm Angebote vom 1. FC Kaiserslautern, Rot-Weiß Essen und Werder Bremen vor, doch er gab ein Jahr später dem Werben von Günter Siebert nach und heuerte bei Schalke 04 an.

Bis 1979 kickte der gelernte Verwaltungswirt bei den Königsblauen, war später noch für die Traditionsmannschaft aktiv und ein gern gesehener Gast auf dem Schalker Feld. Erst der Knochenkrebs zerschnitt das Band zwischen "Aki" und seinem Verein. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder.

       
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