31.10.2004: Vor 24 Jahren gab Günter Güttler sein Bundesliga-Debüt

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Ein Franke im Ruhrgebiet: Im Fall von Günter Güttler war das eine Erfolgsgeschichte. Vier Jahre kickte der gebürtige Nürnberger, der am 31. Oktober 1980 zum ersten Mal in der Bundesliga auflief, für Schalke 04. Als Libero verhalf er der Mannschaft 1991 zum Aufstieg und hatte nicht unerheblichen Anteil daran, dass sich der Club in der Bundesliga etablierte.

Günter Güttler übernahm auf Schalke die zentrale Rolle im Abwehrverbund von Matthias Herget, der aufgrund von Verletzungen nicht das halten konnte, was sich die Verantwortlichen von ihm versprachen. Mit dem damals 29-Jährigen indes hatte die Vereinsführung den richtigen Griff getan. Güttler verlieh der Defensiv-Abteilung Stabilität und war durch seine Abgeklärtheit sowie der professionellen Einstellung auf und neben dem Platz ein Vorbild für die jüngeren Akteure.

Insgesamt 125 Pflichtspiele (5 Tore) absolvierte er in Königsblau, ehe im April 1994 seine aktive Laufbahn endete. Eine Verletzung im Spiel gegen den SC Freiburg, Güttler musste nach 35 Minuten ausgewechselt werden, zog den Schlussstrich unter eine Karriere, die immerhin 300 Pflichtspiele in der 1. und 2. Bundesliga aufweist.

Angefangen hat alles beim FC Bayern München. Der Club von der Säbener Straße entdeckte 1980 den Sohn eines Maschinenschlossers bei seinem Heimatverein ASV Herzogenaurach. Doch der damals 19-Jährige konnte sich in drei Jahren nicht gegen gestandene Profis wie Klaus Augenthaler durchsetzen, so dass ihn der Verein 1983 ein Jahr an den belgischen Erstligisten KV Mechelen auslieh. Positiver Höhepunkt der recht unbefriedigenden Jahren bei den Roten war 1982 das Endspiel um den Europapokal der Landesmeister. Bei der 0:1-Niederlage gegen Aston Villa wurde der Defensivmann in der 52. Minute für Reinhold Mathy eingewechselt. Güttler: "Mein größtes Fußballerlebnis!"

Von Mechelen ging es in seine Geburtsstadt Nürnberg. Den Club führte er in die Bundesliga und hing als Kapitän noch zwei Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse dran. Anschließend wechselte er zum SV Waldhof Mannheim, für den er in drei Jahren 85 Bundesligaspiele bestritt.

Günter Güttler wurde nach seiner Schalker Zeit Trainer. Er legte die Prüfung zum Fußball-Lehrer ab, arbeitete als Co-Ttrainer bei der SpVgg Greuther Fürth (1996-98) und war drei Jahre Chefcoach beim ASV Neumarkt. 2001 nahm ihn sein Jugendfreund Lothar Matthäus - sie lernten sich beim ASV Herzogenaurach kennen - mit zu Rapid Wien. Weil der Rekordnationalspieler keine Lizenz besaß, wurde er offiziell Trainer der Österreicher. Allerdings ein kurzes Gastspiel: Nach acht Monaten wurde das Duo wegen Erfolglosigkeit entlassen.

       
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