07.11.2004: Vor acht Jahren starb Hans Klodt

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Abstöße waren sein Markenzeichen: Hans Klodt (*10. Juni 1914) stand mit Unterbrechungen insgesamt zwölf Jahre im Schalker Tor. Mit ihm zwischen den Pfosten wurde die Knappen dreimal Meister und einmal Pokalsieger. Der ältere Bruder von Berni Klodt, der am 7. November - ein knappes halbes Jahr nach seinem Bruder - starb, ist bis heute der Schalker Keeper mit den meisten Einsätzen (17) in der Nationalmannschaft.

Hans Klodt, der zuletzt in seiner Wahlheimat Beckum lebte, verdiente sich seine ersten Meriten auf dem Fußballplatz beim BV 12 Gelsenkirchen. Erst ab der Saison 1936/37 stand er im Tor der Knappen. Er löste damals Hermann Mellage als Nummer eins ab. "Klodt war ein echter Sympathieträger, ein Kumpeltyp, der bei seinen Mannschaftskameraden sehr beliebt war", würdigte Herbert Burdenski, der zusammen mit Klodt im Meisterteam von 1941 stand, den Torhüter.

Sein Markenzeichen waren seine weiten Abschläge, außerdem beherrschte er den Strafraum wie kein Zweiter zu seiner Zeit. Ab 1938 stand er auch im Tor der deutschen Nationalmannschaft, für die er bis 1941 17 Spiele bestritt.

Gleich in seiner ersten Spielzeit auf Schalke holte die Mannschaft Meisterschaft und Pokal: 1937 gegen den 1. FC Nürnberg (2:0). Es folgten die Triumphe 1939 gegen Admira Wien (9:0) und 1940 gegen den Dresdner SC (1:0). Bei zwei weiteren Finalteilnahmen gingen Klodt und Co. als Verlierer vom Feld: 1938 gegen Hannover 96 (3:3 n.V./3:4 n.V.) und 1941 gegen Rapid Wien (3:4). Den DFB-Pokal gewann Klodt einmal: 1937 gegen Fortuna Düsseldorf (2:1). Ein Pokalendspiel verlor er: 1941 gegen den Dresdner SC (1:2).

Im Krieg wurde Hans Klodt verwundet, seine Karriere unterbrochen. Beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1942 stand daher nicht er im Tor, sondern Heinz Flotho. Erst Mitte 1943 war Klodt wieder Schalkes Schlussmann. Im Mai 1947 erlebte er eine der bittersten Stunden seiner Laufbahn. Gegen Borussia Dortmund verloren die Knappen das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft mit 2:3. Dabei führten die Knappen noch bis zur 75. Minute mit 2:1. Es folgte die wohl die schwärzeste Viertelstunde in der Karriere von Torwart Hans Klodt: Erst ließ er ein Weitschuss von Ruhmhofer passieren, fünf Minuten vor Schluss rutschte er im Strafraum aus. Herbert Sandmann, ein späterer Schalker, ließ den BVB jubeln.

Sein letztes Jahr auf Schalke war das erste der Oberliga West. 1947/48 sprang Hans Klodt noch dreimal für seinen Nachfolger Heinz Kwiatkowski ein. Anschließend wechselte er zur Spvgg. Beckum, wo er bis 1955 spielte und auch das Trainer-Amt übernahm. Außerdem trainierte er noch Teutonia Lippstadt.

       
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