10.11.2004: Vor 58 Jahren wurde Dragan Mutibaric geboren

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"Auf der Ersatzbank werde ich nicht versauern", verkündete Dragan Mutibaric (*10. November 1946), als er im Sommer 1975 im Ruhrgebiet ankam. Seine Mission: Der jugoslawische Torwart wollte Norbert Nigbur als Nummer eins im Schalker Tor verdrängen. Ein Auftrag, der ihm nicht gelang.

Die Vereinsführung der Knappen hatte vor der Spielzeit 1975/76 genug von den Eskapaden und schwankenden Leistungen ihres Keepers. Um Nigbur Beine zu machen, wurde der ehemalige jugoslawische Nationaltorwart Dragan Mutibaric verpflichtet. Er hatte bei der 0:1-Niederlage der jugoslawischen Elf gegen die deutsche Nationalmannschaft am 13. Mai 1970 einen guten Eindruck hinterlassen, war zudem über Jahre ein sicherer Rückhalt von Vardar Skopje gewesen.

Im Laufe der Hinrunde entwickelte sich zwischen den beiden Schlussmännern ein erbitterter Kampf um den Stammplatz. Anfangs setzte Coach Max Merkel auf Norbert Nigbur, der das Vertrauen nicht zurückzahlen konnte. Und so bekam "Charly" Mutibaric am 6. Spieltag seine Chance. In der Partie gegen Bayern München (2:2) gab er sein Bundesliga-Debüt. Ein Einstand, der von doppeltem Pech gekennzeichnet war. Erst sah der gebürtige Serbe aus Sombor beim 1:1 nicht glücklich aus - er konnte einen Zobel-Freistoss nicht festhalten, Karl-Heinz Rummenigge staubte ab - und schließlich musste er zwölf Minuten vor dem Ende nach einem Foul von Jupp Kapellmann verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Coach Merkel war erneut gezwungen, Norbert Nigbur ins Tor zu stellen. Als der allerdings wenige Wochen später mehrere Male verspätet zum Training kam, dreht sich das Karussell wieder. Dragan Mutibaric trug im Pokalspiel gegen Borussia Dortmund das Trikot mit der Nummer eins.

Doch auch die zweite Bewährungschance konnte der gelernte Graphiker nicht nutzen. Gegen den Reviernachbarn bedeutete ein Fehler von ihm beim Rauslaufen den 2:1-Anschlusstreffer. In der Bundesliga agierte er anschließend beim 2:3 gegen Aufsteiger Bayer Uerdingen ein weiteres Mal sehr unsicher. Er wurde auf die Ersatzbank verdammt.

Für den ehrgeizigen Familienvater ("Wenn immer nur Reserve, dann bleibe ich nicht hier!") ein unhaltbarer Zustand. Er ging nach der Saison in seine Heimat zurück. Heute ist Dragan Mutibaric Torwarttrainer bei Schalkes UI-Cup-Erstrundengegner Vardar Skopje, für den er insgesamt 461 Mal auflief.

       
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