14.11.2004: Vor 48 Jahren wurde Hans-Jürgen Gede geboren

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Mit 416 Einsätzen in der 2. Bundesliga belegt Hans-Jürgen Gede (*14. November 1956) Platz sechs in der ewigen Bestenliste des Profi-Unterhauses. Er kickte zwölf Jahre für die Fortuna aus Köln, betreute anschließend für kurze Zeit Fortuna Düsseldorf und ist heute für die Nationalmannschaft von Usbekistan verantwortlich. Den Sprung in den bezahlten Fußball hingegen schaffte er bei Schalke 04.

1969 schloss er sich als 12-Jähriger den Knappen an. Das Talent kam von Eintracht Gelsenkirchen. Er durchlief alle Jugendmannschaften und reifte unter Friedel Rausch zu einem ballgewandten, kreativen Mittelfeldspieler heran. "Ein sehr guter Techniker", erinnert sich sein ehemaliger Weggefährte Manfred Dubski. "Er konnte präzise lange Pässe schlagen und war ein Stratege auf dem Platz. Nicht umsonst bekam der später den Spitznamen ‚Zico'".

Mit der A-Jugend erreichte er 1975 das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart, in dem die Schalker nach einem 0:1-Rückstand zur Halbzeit in Durchgang zwei ausgekontert wurde. Trotz der 0:4-Niederlage waren die Verantwortlichen des Vereins mit ihrem Nachwuchs zufrieden. Cheftrainer Max Merkel lobte: "Unsere Buben haben gut gespielt. Es wurde nur zu viel gelaufen und zu viel gefummelt. Aber das lässt sich ändern."

Merkel war es dann auch, der Jürgen Gede zu seinem Debüt als Profi verhalf. Der gebürtige Ückendorfer wurde am 30. August 1975 bei Eintracht Frankfurt in der 72. Minute für Herbert Lütkebohmert eingewechselt. Gut ein halbes Jahr später erzielte er sein erstes Bundesligator bei der 2:3-Niederlage beim FC Bayern München.

Als ein paar Tage später Max Merkel entlassen wurde, schien die Chance für den Youngster zu kommen. Sein ehemaliger Förderer in der Jugend, Friedel Rausch, wurde Cheftrainer. Doch der richtige Durchbruch gelang ihm auf Schalke nicht. In zwei Jahren kam der sehr schmächtige Techniker lediglich auf 33 Spiele, in denen er meistens entweder ein- oder ausgewechselt wurde. 1977 verließ er den Verein. Dubski: "Wenn er körperlich etwas stärker gewesen wäre, hätte er sich vielleicht durchgesetzt."

Nach zwei Jahren beim Nord-Zweitligisten SC Preußen Münster fand er ab 1979 sein Glück bei Fortuna Köln. Dort war er der Chef im Mittelfeld. Nach 416 Einsätzen (58 Tore) in Liga zwei beendete er 1991 seine Karriere und wurde Trainer. Auch hier begann seine Laufbahn bei den Knappen. Unter Udo Lattek fungierte er als Co-Trainer. Dann coachte er für kurze Zeit die Bundesliga-Elf von Fortuna Düsseldorf (1992), betreute ein Jahr lang den damaligen Regionalligisten FC Hessen Kassel (1996/97) und war 1998 Nationaltrainer des Irans. Anschließend ging es zurück in die Heimat, wo er erst Trainer beim Oberligisten Lippstadt (2000/01) und dann bis 2003 Kotrainer unter Aleksandar Ristic bei Rot-Weiß Oberhausen.

Mittlerweile ist er für die Nationalmannschaft von Usbekistan verantwortlich. Und es ist nicht unmöglich, dass er die Mannschaft zur WM 2006 im eigenen Land führt. Unter Gedes Führung erreichte das Land im Oktober vorzeitig die am 9. Februar 2005 beginnende letzte Qualifikationsrunde der acht Gruppensieger in Asien.

       
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